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Essigbaum


Der Essigbaum (Rhus thyphina) mit seinen bunten Blättern sorgt für orange, gelbe und rote Farbnuancen im herbstlichen Garten. Der farbenfrohe Laubbaum aus der Familie der Sumachgewächse stammt ursprünglich aus dem nördlichen Amerika, ist aber inzwischen längst bei uns heimisch geworden.

Sowohl als Solitärpflanze, als auch als Hintergrundbepflanzung oder Gewächs in einer Hecke ist der Essigbaum geeignet. Dabei ist zu beachten, dass der bis zu circa zehn Meter hoch werdende Baum sich durch seine Wurzeltriebe stark vermehren kann. Ähnlich wie bei vielen Bambusarten ist deshalb die Anbringung einer Wurzelsperre sinnvoll, wenn man nicht gerade einen üppigen und großflächigen Bewuchs auf dem Beet anstrebt. Wenn die Wurzeltriebe in den Rasen hinein wuchern, werden sie in der Regel beim Rasenmähen entfernt und können den Rasen nicht dichtwachsen. Früher wurde der Baum nicht nur der Zierde wegen angebaut. Vielmehr wurden seine Fiederblätter als Lieferant für Gerbstoffe genutzt, die in der Lederindustrie benötigt wurden.

Zu beachten ist, dass der Essigbaum, beziehungsweise seine Bestandteile, für den Menschen leicht giftig sind und beispielsweise Haut und Magen reizen können. Als Standort bevorzugt der kleine, oft mehrstämmig wachsende Baum einen sonnigen oder halbschattigen Platz. Die Art des Untergrundes ist dem flachwurzelnden Gewächs eher egal, es gedeiht selbst auf mageren und sandigen Böden. Als Zierpflanze im Garten wirkt er aufgrund seiner fiederblättrigen Baumkrone nicht erdrückend und kann deshalb auch gut in kleineren Gärten untergebracht werden. Regelmäßig geschnitten und in Form gebracht, bereichert der Essigbaum die Hecke und wird zum farbintensiven und kompakt wachsenden Sichtschutz. Zur Befestigung von Hanggrundstücken ist der Baum dagegen aufgrund seiner flachen Wurzeln eher bedingt geeignet. Wer keinen Garten hat, kann den Essigbaum auch als Kübelpflanze auf dem Balkon halten. Wichtig dabei ist, dass die Wurzeln genug Platz haben und sich im Pflanzkübel ausbreiten können.