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Frostkeimer


Bei den sogenannten Frostkeimern handelt es sich um Pflanzen, die für die Keimung vorübergehend Temperaturen um den Gefrierpunkt herum benötigen. Alternativ zum Begriff Frostkeimer ist auch die Bezeichnung Kaltkeimer gebräuchlich.

Die niedrigen Temperaturen werden vom Frostkeimer benötigt, damit die Keimruhe überwunden werden kann. Dies ist auch sinnvoll, denn ohne diesen Impuls durch die kalten Temperaturen würden viele Pflanzen schon im Herbst damit beginnen, in die neue Vegetationsperiode überzuwechseln. Dies hätte zur Folge, daß die dann noch sehr jungen Pflänzchen bei Eis und Schnee erfrieren könnten. So gesehen hat die Natur eine gute Lösung gefunden, damit die Frostkeimer auf Dauer überleben und sich weiter verbreiten können, wenn die Bedingungen günstig sind.

Zu den bekannten Frostkeimern gehören Pflanzen wie das Veilchen, Tränendes Herz, Akelei, Clematis, Pfingstrose und Herbstzeitlose. Aber auch seltenere oder weniger bekannte Vertreter der Frostkeimer, zu denen beispielsweise Bitterwurz, Bartfaden oder die Trollblume gehören, setzen sich im Hobbygarten durch. Wenn sich Frostkeimer im Garten oder Wildgarten selbst ausbreiten sollen, ist es wichtig, daß der Hobbygärtner den natürlichen Ablauf nicht stört.

Bei vielen der sogenannten Frostkeimer ist aber ein tatsächlicher Frost mit höheren Minusgraden gar nicht erforderlich. Hier reicht es aus, wenn die Samenkörner bei Temperaturen nahe des Gefrierpunktes ausharren. Wenn die  Frostkeimersamen nicht auf natürlichem Wege im Garten keimen, sondern in Saatschaalen ausgesäät werden, dann ist eine schnelle Unterkühlung möglichst zu verhindern. Falls die Samenkörner im Gefrierfach aufbewahrt werden, kann dies zu Erfrierungen führen, denn auch in der Natur kommt es kaum vor, daß Pflanzensamen schockgefroren wird. Vielmehr ist es wichtig, die Samen von Frostkeimern nur langsam an niedrige Temperaturen zu gewöhnen, zum Beispiel im Kühlschrank. Dabei sollte eine Austrocknung vermieden werden, damit sich im kommenden Frühjahr kräftige Jungpflanzen entwickeln können.

winterliches Gemüse


Gemüsesaison ist nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über. Winterliches Gemüse sorgt dafür, dass es auch in der kalten Jahreszeit noch kulinarische Genüsse in der Gemüseküche gibt.

Zum winterlichen Gemüse werden diverse Kohlsorten gezählt. Hobbygärtner, die auch im Winter frische Pflanzen aus dem eigenen Garten ernten möchten, bauen beispielsweise Grünkohl an. Dieser wird vorzugsweise nach dem ersten Frost geerntet und zusammen mit Kohlwurst und Bratkartoffeln zubereitet. In rohem Zustand verarbeitet man den an Vitamin C reiche Grünkohl auch in Smoothies, dort verleiht er den Getränken eine satte grüne Farbe.

Ebenfalls als Wintergemüse werden die kalorienarmen Steckrüben geerntet, die geschmacklich dem Kohl ähnlich sind. Steckrüben eignen sich unter anderem für die Zubereitung als Eintopf oder Steckrübenmus, sowie als Suppe. Lange Zeit galt die Steckrübe als ein Essen für arme Leute. Dies hat sich aber zum Glück geändert. Die zahlreichen Zubereitsungsmöglichkeiten dieser auch als Wruke bekannten Gemüsesorte machen sie zu einer beliebten Option in der winterlichen Küche.

Natürlich beschränkt sich winterliches Gemüse nicht nur auf Kohl und kohlähnliches Gemüse. Einige Kürbissorten zählen ebenso dazu und sind lange Zeit lagerfähig. Dadurch ist es möglich, dass Hobbygärtner auch im Winter noch in den Genuss von Kürbis-Pfannengerichten oder als Rohkost zubereitete Winterkürbisse kommen. Damit die Winterkürbisse lange haltbar bleiben, ist eine kühle, trockene und dunkle Lagerung vorteilhaft.

Je nach Typ des Gartenbodens bauen Hobbygärtner auch Rotkohl oder Weißkohl im eigenen Garten an. Die Pflanzen bevorzugen einen schweren Boden mit Lehm und vielen Nährstoffen. Wichtig ist, dass nicht mehrere Jahre hintereinander diese sogenannten Starkzehrer auf demselben Gartenbodenstück angebaut werden. Bei der Zubereitung dieser Kohlsorten gibt es wieder viele Möglichkeiten, zum Beispiel Apfelrotkohl oder Rohkostzubereitung. Weißkohl kann zu Sauerkraut verarbeitet werden und eignet sich in Verbindung mit Hack auch als Schmorkohl.

Essigbaum


Der Essigbaum (Rhus thyphina) mit seinen bunten Blättern sorgt für orange, gelbe und rote Farbnuancen im herbstlichen Garten. Der farbenfrohe Laubbaum aus der Familie der Sumachgewächse stammt ursprünglich aus dem nördlichen Amerika, ist aber inzwischen längst bei uns heimisch geworden.

Sowohl als Solitärpflanze, als auch als Hintergrundbepflanzung oder Gewächs in einer Hecke ist der Essigbaum geeignet. Dabei ist zu beachten, dass der bis zu circa zehn Meter hoch werdende Baum sich durch seine Wurzeltriebe stark vermehren kann. Ähnlich wie bei vielen Bambusarten ist deshalb die Anbringung einer Wurzelsperre sinnvoll, wenn man nicht gerade einen üppigen und großflächigen Bewuchs auf dem Beet anstrebt. Wenn die Wurzeltriebe in den Rasen hinein wuchern, werden sie in der Regel beim Rasenmähen entfernt und können den Rasen nicht dichtwachsen. Früher wurde der Baum nicht nur der Zierde wegen angebaut. Vielmehr wurden seine Fiederblätter als Lieferant für Gerbstoffe genutzt, die in der Lederindustrie benötigt wurden.

Zu beachten ist, dass der Essigbaum, beziehungsweise seine Bestandteile, für den Menschen leicht giftig sind und beispielsweise Haut und Magen reizen können. Als Standort bevorzugt der kleine, oft mehrstämmig wachsende Baum einen sonnigen oder halbschattigen Platz. Die Art des Untergrundes ist dem flachwurzelnden Gewächs eher egal, es gedeiht selbst auf mageren und sandigen Böden. Als Zierpflanze im Garten wirkt er aufgrund seiner fiederblättrigen Baumkrone nicht erdrückend und kann deshalb auch gut in kleineren Gärten untergebracht werden. Regelmäßig geschnitten und in Form gebracht, bereichert der Essigbaum die Hecke und wird zum farbintensiven und kompakt wachsenden Sichtschutz. Zur Befestigung von Hanggrundstücken ist der Baum dagegen aufgrund seiner flachen Wurzeln eher bedingt geeignet. Wer keinen Garten hat, kann den Essigbaum auch als Kübelpflanze auf dem Balkon halten. Wichtig dabei ist, dass die Wurzeln genug Platz haben und sich im Pflanzkübel ausbreiten können.

Schnittblumen aus dem eigenen Garten


Ein Strauß mit Schnittblumen bringt lebendiges Grün in die Wohnräume. Dabei sind Schnittblumen aus dem eigenen Garten bei den Hobbygärtnern besonders beliebt.

Bei naturbelassenen Blumen, die selbst im Ziergarten angebaut wurden, kann sich der Gartenbesitzer relativ sicher sein, dass die Pflanzen nicht mit irgendwelchen Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet sind.

Bei der Anzucht von Schnittblumen kann der Hobbygärtner selbst entscheiden, welche Blumen er in seinem Garten anbauen möchte. Natürlich wächst nicht jede exotische und wärmeliebende Schnittblume in unserem Klima. Trotzdem ist die Auswahl an Schnittblumen, die selbst im Garten herangezogen werden können, riesig. Der Hobbygärtner hat die Qual der Wahl. Wenn dann noch ein Gewächshaus zur Verfügung steht, haben selbst exotische Blumen eine Chance auf ein Heranwachsen unter wohltemperierten Bedingungen.

Die Auswahl der Blumenarten für den Schnitt sollte sich auch an praktischen Gesichtspunkten orientieren. Beispielsweise ist es sinnvoll, wenn man das ganze Jahr über als Schnittblumen geeignete Pflanzen zur Verfügung hat. Es macht dagegen wenig Sinn, die Blumen so auszuwählen, dass alle Arten im selben Monat blühen. Auch dem Garten kommt diese Strategie zugute, denn der Gartenbesitzer wird nicht alle Schnittblumen für die Vase nutzen, sondern auch einige Blühpflanzen im Garten lassen, so dass dort das ganze Jahr über immer etwas am Blühen ist.

Natürlich ist auch der finanzielle Aspekt ein wichtiges Argument für Schnittblumen aus dem eigenen Garten. Hochwertige Blumensträuße sind nicht gerade billig. Wer oft für die eigene Vase oder als Mitbringsel einen Strauß benötigt, kann durch den Eigenanbau Geld sparen.

Auch unter ökologischen Gesichtspunkten können die Blühpflanzen wertvoll sein, weil sie Insekten anlocken und diesen Nahrung bieten. Wenn Blumen in Mischkultur mit Obst und Gemüse angebaut werden, können die Erträge durch den vermehrten Insektenanflug gesteigert werden.

Weihnachtskaktus


Der Weihnachtskaktus ist eine beliebte Zimmerpflanze, die der Pflanzenfamilie der Kakteengewächse zugeordnet wird. Bei richtiger Pflege kann der Weihnachtskaktus über viele Jahre hinweg seine Blütenpracht in der kalten Jahreszeit entfalten.

Die Blüten beim Weihnachtskaktus können, rot, pink, orange-rot oder auch gelblich aussehen. Damit die Pflanze blüht, braucht sie ab Herbst für die Blütenbildung einen kühlen Standort, an dem sich der Weihnachtskaktus von der vorangegangenen Vegetationsperiode etwas erholen kann. In dieser Phase sollte das Giessen reduziert werden, Düngung ist dann ebenfalls nicht notwendig.

Wenn sich nach einigen Wochen die Blüten bilden, kann der Kaktus langsam an dem für die Blütezeit vorgesehenen Standort untergebracht werden. Der Standort sollte halbschattig oder auch sonnig sein, wobei pralle Sonneneinstrahlung zu vermeiden ist. Wenn bis zur Bildung aller Blüten die Umgebungstemperatur unterhalb der Zimmertemperatur bleibt, kann sich dies vorteilhaft auf die Anzahl der Blüten auswirken. Nun kann die Pflanze auch wieder gedüngt und gegossen werden. Wichtig ist, daß sich keine Staunässe bildet, denn das mag der Weihnachtskaktus überhaupt nicht. Außerdem sollte das Wasser zum Giessen nicht kalkhaltig sein. Das Besprühen mit zimmerwarmem Wasser dagegen ist zu empfehlen, denn auch in seiner südamerikanischen Heimat werden diese Kakteen mit einer höheren Luftfeuchtigkeit konfrontiert. Wenn der Ballen austrocknet oder der Weihnachtskaktus zu oft gegossen wird, kann es vorkommen, daß er einzelne Blätter abwirft. Nach der Blütezeit im Winter sollte der Weihnachtskaktus vorsichtig umgetopft werden, damit die Wurzeln wieder genug Platz im Blumentopf haben. Den Sommer über kann der Weihnachtskaktus an einem windgeschützten Ort im Freien untergebracht werden. Dabei sollte er allerdings nicht im prallen Sonnenlicht stehen, damit die Blätter der Pflanze nicht verbrennen.

Ritterstern


Der Ritterstern ist eine großblumige Zimmerpflanze, die zur Weihnachtszeit so manche Fensterbank ziert. Die zwiebeligen Pflanzen gehören zur Familie der Amaryllisgewächse und haben ihre Ursprünge im subtropischen Süd- und Mittelamerika.

Besonders auffällig am Ritterstern ist seine große Blüte, die insensiv rot, rot-weiß oder auch rosa aussehen kann. Durch verschiedene Züchtungen sind diverse Farbvarianten entstanden. Im Handel werden manchmal im November oder Anfang Dezember Zwiebeln des Rittersterns angeboten, bei denen die Blüte noch nicht ausgebildet ist. Die eingetopfte Zwiebel sollte dann nach dem Kauf gleich angegossen, und an einem Ort mit Zimmertemperatur platziert werden. Innerhalb kurzer Zeit erscheint dann mindestens ein Blütenstiel, an dem sich die großblumige Blüte im noch geschlossenen Zustand befindet. Mit etwas Glück treiben auch mehrere Blütenstiele aus. Dabei ist zu beachten, daß beim Austrieb mehrerer Blütenstiele die Kraft der Pflanze auf mehrere Blüten verteilt wird. Wer also eine besonders große Blüte am Ritterstern bevorzugt, wird vielleicht nur einen Blütenstiel samt Knospe ausreifen lassen.

Bei der Pflege des Rittersterns ist außerdem zu beachten, daß die Pflanze keine Staunässe mag. Überschüssiges Gießwasser benötigt daher einen Abfluß an der Topfunterseite, damit es nicht zur Fäulnisbildung kommt. Ein möglichst heller Standort wird vom Ritterstern bevorzugt. Wenn der Ritterstern – meistens erst nach mehreren Wochen Blütezeit bei Zimmertemperatur – verblüht ist, sollte er noch eine Zeit lang weiter regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Bei Temperaturen deutlich oberhalb der Zimmertemperatur verblüht die Pflanze deutlich schneller. Die Blüte sollte nach dem Verblühen entfernt werden, wenn die Pflanze im nächsten Jahr erneut blühen soll. Spätestens im Spätsommer sollte der Ritterstern dann etwas kühler und dunkel untergebracht werden. Vertrocknete Blätter werden jetzt entfernt. Während der Ruhezeit benötigt der Ritterstern kein Wasser. Im November oder Dezember beginnt dann die nächste Wachstumsphase und eine neue Ritterstern-Blüte ziert die Fensterbank.

Schefflera


Die Schefflera, auch unter dem Namen Strahlenarelie bekannt, ist eine beliebte Zimmerpflanze. An sonnigen und halbschattigen Standorten im Zimmer zeichnet sich Schefflera durch ein gutes Wachstum aus.

Damit sich die auch als Strahlenarelie bezeichnete Pflanze wohl fühlt, sollte sie keinen zu niedrigen Temperaturen ausgesetzt werden. Auf dem Balkon als Kübelpflanze gehalten, sollte die Schefflera im Herbst umgesiedelt werden, so daß die Umgebungstemperatur dauerhaft nicht unter die Zimmertemperatur absinkt. Das liegt darin begründet, daß die Pflanzen in ihrer ursprünglichen Heimat, in Asien und Australien, eher in gemäßigten Temperaturzonen heranwachsen. Dort werden aus den Araliengewächsen nicht nur handliche Pflanzen, die als Zimmerpflanzen taugen. Vielmehr wachsen dort die Strahlenarelien zu stattlichen Bäumen heran. In „freier Wildbahn“ und in exotischen Gartenanlagen mag dieses Höhenwachstum der Schefflera durchaus wünschenswert sein. Doch was geschieht mit der Strahlenarelie als Zimmerpflanze, wenn sie zu sehr in die Höhe wächst? Zum Glück können Strahlenarelien zurückgeschnitten werden, ohne daß die Pflanze in der Regel Schaden nimmt. Vielmehr wurde schon beobachtet, daß sich die Schefflera, die allzusehr in die Höhe wuchs, nach einem Rückschnitt gut erholte und den Hobbygärtner durch verzweigtes Wachstum und kompakten Wuchs erfreute.

Zur Vermehrung der Schefflera können Stecklinge gewässert werden, wozu aber etwas Geduld erforderlich ist, bis die Stecklinge erste Wurzeln bilden und eingetopft werden können. Der Schefflera wird nachgesagt, daß sie das Raumklima verbessert, indem sie Umweltgifte aus der Raumluft herausfiltert.

Schefflera kommt mit grünen und mit gelbbunten Blättern vor. Für welche Art sich der Pflanzenfreund entscheidet, hängt weitestgehend von persönlichen Präferenzen ab. In manchen Haushalten stellt die Strahlenarelie eine neutrale Beimischung auf der Fensterbank dar. Zwischen bunten Blühpflanzen ist sie ein eher ruhender Pol mit sattgrünen Blättern. Auch Liebhaber von Bonsaipflanzen können im Zusammenhang mit der Strahlenarelie auf ihre Kosten kommen. Inzwischen gibt es die Schefflerapflanze auch als Miniaturausgabe, bei der es nicht zu einem übermäßigen Höhenwachstum in der Wohnstube kommen sollte.

Petersilie


Das Küchenkraut Petersilie (petroselinum crispum) hat in vielen Bauerngärten und Küchengärten einen Stammplatz. Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende krautige Pflanze findet in verschiedenen Gerichten Verwendung.

Petersilie kann ab Mai ins Freiland ausgesät werden. Wer seine Petersilienpflanzen schon früher auf der Fensterbank heranziehen möchte, kann diese ab März im Zimmergewächshaus oder in Saatschalen aussäen. Petersilie mag einen hellen bis halbschattigen Standort, jedoch keine pralle Sonne. Die Keimung im Freiland dauert, je nach Außentemperatur, zwischen zwei und fünf Wochen. Um die Pflanzreihen besser zu erkennen, säen manche Hobbygärtner rascher keimende Pflanzen, wie zum Beispiel Radieschen, zwischen die Petersiliepflanzen. Die zweijährigen Pflanzen können eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen. Beim Giessen ist zu beachten, daß die Pflanzen keine Staunässe vertragen. Um geschmackliche Beeinträchtigungen zu vermeiden, sollte man auf Kunstdünger verzichten. Petersilie verfeinert geschmacklich verschiedenste Nahrungsmittel. Sie passt zu Fleisch, Gemüse, Salaten und Eierspeisen. Als Küchenkraut wird die Petersilie nicht nur in der deutschen Küche, sondern auch beispielsweise bei der Zubereitung von türkischen Rezepten gerne genutzt.

Neben der krausen Petersilie gibt es noch die glatte Petersilie und die Wurzelpetersilie, die als Bestandteil des Suppengrüns Verwendung findet. Die glatte Petersilie kann leicht mit der giftigen Hundspetersilie verwechselt werden, die unter anderem gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Übelkeit und Erbrechen beim Menschen bewirkt. Deshalb verwenden einige Hobbygärtner lieber die leichter zu erkennende krause Petersilie. In größeren Mengen genossen wirken Bestandteile der Petersilie harntreibend und können bei schwangeren Frauen Wehen auslösen.

Um ganzjährig Petersilie ernten zu können, bietet sich die Haltung einiger Petersiliepflanzen in Pflanztöpfen auf der Fensterbank an. Außerdem ist es möglich, Petersilie einzufrieren.

Pastinake


Die Pastinake ist ein Gemüse, das mit der Mohrrübe verwandt ist. Pastinaken sind als Wintergemüse eine mögliche Alternative zu den herkömmlichen Gemüsesorten und stellen eine Bereicherung des Speiseplanes dar.

Während Gemüsesorten wie Erbsen, Mohrrüben oder Bohnen altbekannt sind, ist die Pastinake eher eine exotisch anmutende Pflanze, die aber in so manchem Hobbygarten angebaut wird. Viele Mütter kennen die Pastinake als verträgliche Babykost im Glas, die als Säuglingsnahrung angeboten wird. Babys vertragen den Gemüsebrei in der Regel gut, der Nitratgehalt im Pastinakenbrei ist gering und für Babys gut bekömmlich. Doch was verbirgt sich wirklich hinter der Pastinake? Mit der Pastinake als Lebensmittel ist die Wurzel der Pastinake gemeint. Diese Pastinakenwurzel ist von der Farbe her dunkelweiß. Geschmacklich ist sie schwer zu beschreiben. Sie ähnelt zum Teil der Karotte und ist auch würzig-herb.

Als alte Gemüsesorte kann Pastinake auch im Hobbygarten kultiviert werden. Pastinake mag lehmigen Boden, auf dem sie besonders gut gedeiht. Frosteinwirkung ist für Pastinaken eher vorteilhaft, denn dadurch werden die Wurzeln milder und besser im Geschmack. Die zweijährige Pflanze kann eßbare Wurzeln hervorbringen, die mehr als ein Kilo wiegen. Neben dem gesunden Gehalt an Vitamin C, wird der Pastinake außerdem eine harntreibende Wirkung nachgesagt. Ballaststoffe  und gesunde Mineralien sorgen außerdem für das Wohlbefinden, wenn die Pastinake verzehrt wird…

Pastinake wird in der modernen Küche in vielen Variationen verwendet. Als delikate Zutat für Salate kommt Pastinake besonders in fein geschnittener oder geraspelter Form in Frage. Damit es nicht zur Austrocknung kommt, sollte Pastinake am besten trocken und kühl gelagert werden. Für die Pastinake gibt es vielfältige Varianten der Verarbeitung. Hierzu gehört beispielsweise der Babybrei auf Basis der Pastinake, verschiedene Gratins oder auch Pastinake in Verbindung mit Hähnchenbrust oder Lamm. Der Phantasie und dem Erfindungsgeist für Rezepte rund um die Pastinake sind dabei keine Grenzen gesetzt – Hauptsache, es ist gesund und schmeckt.

Dahlien


Mit ihren üppigen bunten Blüten bringen Dahlien Farbe in das spätsommerliche Blumenbeet. Die beliebten Zierpflanzen stammen ursprünglich aus Mexico und erfreuen sich in verschiedensten Zuchtformen seit Jahren auch in europäischen Gärten großer Beliebtheit.

Die Knollen der Dahlien können gepflanzt werden, wenn nicht mehr mit Nachtfrösten zu rechnen ist. Das ist etwa ab Anfang Mai der Fall. Die Gartenerde sollte locker und nährstoffreich sein. Dahlien fühlen sich wohl, wenn sie sich an einem sonnigen Standort ohne viel Zugluft befinden. Kleinere Sorten sind auch als Kübelpflanzen geeignet. Bei den größeren Dahlien kann es erforderlich werden, daß der Hobbygärtner eine Stütze anbringt, damit die schweren Blüten nicht auseinander fallen. Verblühte Blüten und Samenkapseln sollten abgetrennt werden. Außerdem sollten Schnecken abgesammelt werden, noch bevor sie die Pflanzen anfressen / befallen können.

Zu beachten ist, daß Dahlien nicht winterhart sind. Die empfindlichen Knollen müssen deshalb im Spätherbst aus dem Boden entfernt werden. Vorher sollten die Dahlienstängel zurückgeschnitten werden. Es wird sichergestellt, daß die Knollen keinem Frost ausgesetzt werden. Bei der Lagerung der Knollen sollte beachtet werden, daß sie nach der Herausnahme aus dem Boden abtrocknen können und danach luftig und frostfrei, bei Temperaturen ab vier Grad Celsius, gelagert werden. Die Lagerung in Kisten mit Kies oder Sand hat sich dabei als vorteilhaft erwiesen. Schimmelbildung kann durch ausreichende Lüftung und geringer Luftfeuchtigkeit vorgebeugt werden.

Weil Dahlien in vielen bunten Farben blühen und optisch sehr ansprechend wirken, sind sie besonders als Schnittblumen geeignet. Aber auch als Kübelpflanzen auf dem Balkon oder auf der Terrasse machen Dahlien eine gute Figur. Durch die Zucht von vielen verschiedenen Sorten hat der Hobbygärtner die Qual der Wahl. Denn bei den nicht-winterharten Knollen gibt es Jahr für Jahr verschiedene Kombinationsmöglichkeiten, wie und wo die unterschiedlichen Dahlien in den Beeten platziert werden können.

Futterpflanzen im Garten


Ein abwechslungsreich gestalteter Garten sorgt bei Menschen und Tieren für Nahrung. Dabei bieten Futterpflanzen im Garten auch den tierischen Bewohnern eine gesunde Grundlage für die Ernährung.

In vielen Betrachtungen über den Garten als Quelle einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung werden die Nahrungsmittel für menschliche Bewohner in den Vordergrund gestellt. Das hat sicher eine Berechtigung und ist ein interessanter, alltäglicher Blickwinkel, unter der man die Nutzung des Gartens sehen kann. Doch neben den vielen Sorten Obst und Gemüse, die für die Menschen von Bedeutung sind, gibt es zahlreiche Pflanzen, die für die Ernährung tierischer Bewohner eine Rolle spielen.

Eine wichtige Futterpflanze für Meerschweinchen ist beispielsweise der Löwenzahn. Hobbygärtner, die einen tadellos gepflegten englischen Rasen als oberstes Ziel ihrer gärtnerischen Bemühungen anstreben, würden den Löwenzahn wohl eher dem Unkraut zuordnen, und eine Vermehrung dieser Pflanze zu verhindern wissen. Haustierhalter dagegen, die frisches Grün für das Meerschweinchen suchen, freuen sich über Löwenzahn, den sie für ihren tierischen Liebling frisch ernten können. Ebenso kann Gras verfüttert werden. Viele Kräuter, wie Huflattich, Wegerich oder Giersch werden von Meerschweinchen gerne gefressen. Selbst Brennessel können, wenn sie vorher getrocknet werden, in geringen Mengen an die Nager verfüttert werden. Kaninchen und Hasen mögen (meistens) die gleichen Futterpflanzen.

Wer Wellensittiche hält, hat vielleicht schon beobachtet, daß die Vögel sich über eine tägliche Portion Vogelmire freuen. Sauerampfer oder Wegerich ist ebenfalls beliebt als Futterpflanze bei Wellensittichen und in vielen Gärten vorhanden.

Ein Hobbygärtner, der gleichzeitig Haustiere besitzt, wird deshalb wohl wenig Unkraut im Garten haben. Vielmehr werden Pflanzen als Futterpflanzen ihre Verwendung finden und einer sinnvollen Bestimmung zugeführt werden.

Erdbeeren


Beerenfrüchte sind bei Hobbygärtnern beliebt, dies gilt besonders für Erdbeeren, die im eigenen Garten heranwachsen.

Das liegt wohl vor allem daran, daß Erdbeeren relativ pflegeleicht sind und gut schmecken. Damit die Erdbeeren nicht faulen, werden sie von vielen Hobbygärtnern auf Stroh gebettet. So kommen die süßen roten Früchte nicht mit dem Erdreich in Kontakt und können nicht so leicht faulen. Darüber hinaus werden Erdbeeren nicht nur vom Menschen, sonder auch von manchen Vogelarten heiß begehrt. Um den Fraß der Vögel zu verhindern, spannen Hobbygärtner ein Netz über das Erdbeerbeet. So werden die reifen Beeren vor alzu neugierigem und gefräßigem Federvieh geschützt.

Wichtig ist, daß die Erdbeere erst geerntet wird, wenn sie richtig ausgereift ist. Denn – anders als noch grüne Bananen – reifen bereits gepflückte Erdbeeren nach der Ernte nicht mehr nach. Eine grün oder hellrot gepflückte Erdbeere bleibt unreif. Damit sich die Erdbeerpflanzen gut entwickeln können, wird der Boden gut gedüngt und zwischen den Erdbeerpflanzen wird das Unkraut entfernt. Nach zwei bis drei Jahren gehen die Erträge der Erdbeerpflanzen zurück. Dann ist es an der Zeit, die alten Pflanzen zu entfernen und auf die Ausläufer dieser Pflanzen oder auf dazugekaufte Erdbeerjungpflanzen zurückzugreifen. So werden gleichbleibend hohe Erträge bei der Erdbeerernte sichergestellt. Bei Pflanzungen sollte der Hobbygärtner auf einen ausreichend großen Reihenabstand achten, als Anhaltspunkt kann hier von einem Reihenabstand von mindestens fünfzig Zentimetern ausgegangen werden. Die Erdbeeren haben dadurch genug Platz zum Wachsen. Außerdem wird sichergestellt, daß beim Pflücken der Erdbeeren niemand auf die Pflänzchen tritt und so die Früchte oder die gesamte Pflanze beschädigt.

Erdbeeren schmecken frisch geerntet am besten. Sie sind gesund und enthalten viel Vitamin C. Beliebt sind Erdbeeren im Obstsalat, als Erdbeertorte mit Sahne oder als fruchtiges Erdbeereis. Aber nicht alle Erdbeeren können sofort verzehrt werden. Damit die geernteten Erdbeeren frisch bleiben, können sie beispielsweise eingefroren werden, im Rumtopf eingelegt werden oder er wird Marmelade oder Gelee aus ihnen hergestellt.

Goldfruchtpalme


Die Goldfruchtpalme (Dypsis lutescens) ist eine beliebte exotische Zimmerpflanze. Als Jungpflanzen werden die mehrstilig wachsenden Goldfruchtpalmen häufig auf der heimischen Fensterbank gehalten.

Bei der Goldfruchtpalme handelt es sich hierzulande um eine Zimmerpflanze, da die Palme nicht winterhart ist und keinen Frost verträgt. Ursprünglich stammt Dypsis lutescens aus Madagaskar, wo sie in frostfreier Umgebung eine beachtliche Höhe von mehreren Metern erreichen kann. Es gibt in der Gruppe angeordnete Goldfruchtpalmen, die unter optimalen Wachstumsbedingungen eine Höhe von über zehn Metern erreichen. Trotz der Wuchshöhe bleiben die Stämme der Goldfruchtpalmen dünn, was ihnen ein filigranes Aussehen verleiht. Die langen und schmalen Fiederblätter der Palme sind hellgrün und glänzend. In Klimazonen ohne Frost wird die Goldfruchtpalme deshalb auch im Garten als beliebte Zierpflanze gehalten.

Die im Haus gehaltenen Goldfruchtpalmen können bei ausreichender Bewässerung und einem hellen, zugfreien Fensterplatz ebenfalls ein stetiges, aber eher langsames, Längenwachstum aufweisen. Der Pflanztopf, in dem sich die Zierpflanze im Zimmer befindet, läßt sich nicht mit den ursprünglichen Standortbedingungen vergleichen. Deshalb muß eine allzu groß werdende Goldfruchtpalme, die die Decke berührt, in der Regel nicht befürchtet werden. Am wohlsten fühlen sich Goldfruchtpalmen bei Zimmertemperatur und ausreichender Luftfeuchtigkeit. Dies kann durch tägliches Einsprühen mit zimmerwarmem Wasser erreicht werden. Außerdem sollte die Pflanze nicht austrocknen, da sonst die Palmblätter verwelken und die Palme für Spinnmilben anfällig wird.

Wer die Goldfruchtpalme nicht als größere Zierpflanze kaufen möchte, kann die Palme aus Saat heranziehen. Bis die Keimlinge spriessen kann es bis zu zwei Monate dauern. Auch wenn die Pflanzen noch nicht aufgegangen sind, sollte die Umgebungstemperatur bei mindestens achtzehn Grad Celsius liegen. Außerdem kann Dypsis lutescens vermehrt werden, indem die Ausläufer der bestehenden Palmen abgetrennt, und in einen neuen Pflanztopf gepflanzt werden.

Bodendecker


Es gibt viele unterschiedliche Pflanzen, die als Bodendecker im Garten geeignet sind. Je nach Standort bzw Standortbedingungen kann die Auswahl der passenden Pflanzen zur Bedeckung des Bodens variieren.

Die Bodendecker bieten dem Gartenbesitzer viele Vorteile. Durch die bodenbedeckende Bepflanzung kann sich Unkraut nicht oder zumindest nicht so schnell im Garten ausbreiten. Dies erspart viel Arbeit. Durch die Bepflanzung und Durchwurzelung des Bodens wird dieser nicht durch den Wind weggeweht. Eine Austrocknung des Bodens durch Sonneneinstrahlung wird verringert, denn die Blätter der Pflanzen spenden Schatten. Außerdem sind viele bodendeckende Pflanzen schön anzusehen.

Es gibt unter den Bodendeckern viele Blühpflanzen, hierzu gehören zum Beispiel Hundskamille oder Blaukissen. Ebenfalls schöne Blüten haben die Bodendecker Buschwindröschen, Immergrün, Goldnessel oder Storchschnabel. Buschwindröschen eignen sich besonders zur Gehölzunterpflanzung. Wer lieber bodendeckende Pflanzen ohne auffällige Blüten mag, wird sich eher für Efeu begeistern. Beim Efeu gibt es nicht nur Sorten mit dunkelgrünen Blättern, sondern auch Varietäten mit panaschierten Blättern, so daß der Hobbygärtner – auch bei nicht blühenden Bodendeckern – ein abwechslungsreiches Bild vor Augen hat. Einige Bodendecker sind auch als Steingartenpflanzen gut verwendbar. Hierzu gehören beispielsweise Blaukissen, Fetthenne oder Felsensteinkraut. Besonders wohl fühlen sich diese Pflanzen an sonnigen Standorten. Aber auch einige Gräser und Farne sind geeignet, um kahle Bodenstellen mit lebendigem grün zu füllen. Insbesondere Bärenfellgras oder Pfeiffenputzergras sind bei Gartenfreunden beliebt. Farne als bodendeckende Grünpflanzen sind in den meisten Fällen an schattige oder zumindest halbschattige Standorte gebunden. Ebenso für schattige Standorte eignen sich viele Varietäten der Funkien, deren großflächige Blätter über einen erheblichen Zierwert verfügen.

Kapuzinerkresse


Die Kapuzinerkresse als Pflanzengattung (Tropaeolum) umfasst rankende und nicht rankende Kapuzinerkressearten.

Für die Aussaat der Kapuzinerkresse eigenen sich am besten magere Böden, die gut durchlässig sind. Staunässe wird nicht vertragen. Der Standort sollte vorzugsweise sonnig sein, Halbschatten wird in der Regel auch vertragen. Gegen Ende April, wenn es keinen Bodenfrost mehr gibt, können die schrumpeligen runden Saatkörner circa einen Zentimeter tief in den Boden ausgesät werden. Wichtig ist ein ausreichender Reihenabstand von zwanzig bis 30 Zentimetern, damit sich die Pflanzen ausdehnen und wachsen können.

Die rankenden Arten der Kapuzinerkresse können bis zu zwei Metern an Zäunen, Mauern oder Gerüsten und Bäumen hochranken. Die niedrigen Arten sind als Bodendecker mit gelbern und orangen Blüten zu beobachten. Es gibt viele unterschiedliche Züchtungen der Kapuzinerkresse mit panaschierten Blättern oder auch dunkelgrünen Laubblättern. Hybriden mit mehrfarbigen Blüten und auch tiefroten dunklen oder lachsrosa Blüten sind bei experimentierfreudigen Hobbygärtnern inzwischen ebenso beliebt, wie die ursprünglichen Sorten. Die ehemals im südlichen und mittleren Amerika beheimateten Gewächse haben inzwischen ihren Platz als Zierpflanze in den europäischen Gärten erobert.

Neben der Funktion als Zierpflanze, kommt der Kapuzinerkresse noch eine weitere Funktion zu: Als Zierde für sommerliche Salate können die bunten Blüten der Kapuzinerkresse genutzt werden. Sowohl die farbenfrohen Blüten als auch die Blätter der Pflanzen können verspeist werden. Am appetitlichsten wirken die Blüten, wenn sie unmittelbar vor dem Verzehr gepflückt, vorsichtig abgespült und dann frisch auf den Salat gestreut werden. Ebenfalls zum Essen geeignet sind die noch nicht ausgereiften Samen und die verschlossenen Knospen der Blumen, die in einer salzig-sauren Lake eingelegt werden können. Wegen ihrer antibakteriellen Bestandteile wird der Großen Kapuzinerkresse auch eine im pharmazeutischen Bereich nachgefragte Wirkung zugeschrieben.

Zwergdattelpalme


Die Zwergdattelpalme (Phoenix Roebelenii) ist eine als Zimmerpflanze sehr beliebte Palmenart. Wegen ihrer geringen Wuchshöhe von bis zu ca. 250 Zentimetern ist die Zwergdattelpalme ideal für die Haltung im Wohngebäude oder in Büroräumen geeignet.

Bei der bekannten Kulturform der Zwergdattelpalme findet der Pflanzenfreund normalerweise einstämmige Exemplare der Palme vor. In ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet entlang des Mekongs im südöstlichen Asien sind mehrstämmige Wuchsformen dieser Palmenart üblich.

Die ganzjährige Unterbringung der Zwergdattelpalme im Haus ist nicht unbedingt erforderlich. Im Sommer kann die exotische Pflanze auch auf der Terrasse oder auf dem Balkon stehen. Dabei sollte sichergestellt werden, dass die Zwergdattelpalme nicht von jetzt auf gleich dem Sonnenlicht unter freiem Himmel ausgesetzt wird. Wichtig ist, dass sich Phoenix Roebelenii nach und nach an einen sonnigen, oder besser noch halbschattigen, Standort für die Sommermonate gewöhnen kann, wobei ein heller Standort nicht mit praller und brennender Mittagssonne gleichzusetzen ist.

Weil die Zwergdattelpalme – anders als beispielsweise chinesische Hanfpalme, Mazaripalme oder chilenische Honigpalme – keine winterharte Palme ist, benötigt sie zumindest in den kalten Monaten einen Platz zum Überwintern, der hell, ausreichend warm und luftig ist. Bei vielen Palmenfreunden bleibt die Zwergdattelpalme auch ganzjährig auf ihrem Platz im Wohngebäude oder Büroraum stehen. Wichtig hierbei ist ein ausreichend geräumiger Standort, an dem die Palmenblätter ruhig wachsen können, ohne dass im Vorbeigehen ständig die Palmenblätter berührt oder eingeknickt werden.

Während der Wintermonate bei moderaten Temperaturen ist eine sparsame Bewässerung und nur wenig Düngung ausreichend. Bei höheren Temperaturen muss auf eine angemessene Bewässerung geachtet werden, damit sich die Spitzen der fiederblättrigen Palme nicht braun verfärben. Damit sich die Zwergdattelpalme auch in beheizten Wohnräumen wohl fühlt, sollte sie ein– oder zweimal pro Woche mit zimmerwarmem Wasser eingesprüht werden.

Sanddorn


Der Sanddorn (Hippophae rhamnoides) gehört zur Familie der Ölweidengewächse. Im Hobbygarten ist der Sanddorn wegen der leuchtend orangen Sanddornbeere sehr beliebt, die für Farbtupfer im herbstlichen und winterlichen Garten sorgt.

Die bis zu sechs Meter hohe Pflanze Sanddorn wird aber nicht nur als Zierpflanze im Garten genutzt. Sie gewinnt auch in der landwirtschaftlichen Nutzung an Bedeutung. Das liegt nicht nur daran, dass der Sanddorn keine hohen Ansprüche an den Boden stellt. Sanddort wächst gerade auch auf nährstoffarmen und sandigen Böden, sogar an Sandstränden. Dies hat der strauchigen Pflanze auch den Beinamen Dünendorn eingebracht. Wegen ihres eher langsamen Wachstums dauert es bis zu acht Jahre, bis es zur Ernte der Sanddornbeeren kommt.

Aber auch wenn keine Strandböden vorhanden sind, gedeiht der Sanddorn normalerweise in der Gartenerde. Wegen der Dornen, die die Pflanze besitzt, sollte der Sanddornstrauch nicht in unmittelbarer Nähe von Kinderspielgeräten im Garten angepflanzt werden. Dabei werden von der Sanddornpflanze sonnige Standorte bevorzugt. Wichtig zu wissen ist auch, dass der Sanddorn wegen seiner reichhaltigen Bewurzelung andere Zierpflanzen verdrängen kann. Dies alles sollte man bei der Standortwahl der Sanddortpflanze unbedingt beachten. Durch Wurzelsperren kann hier frühzeitig Abhilfe geschaffen werden und die Freude an der winterlichen Beerenpracht bleibt für den Hobbygärtner ungetrübt.

Nicht nur im Garten, sondern auch in der Küche, bereitet der Sanddorn durch seinen hohen Vitamin C Gehalt seinen Konsumenten viel Freude. Sanddornsaft oder auch Marmelade aus Sanddorn haben ihre Verbraucher gefunden. Aber auch exotische Verarbeitungsweisen des Beerenobstes wurden bereits getestet, zum Beispiel Fruchtgummis aus Sanddorn und Apel oder Likör mit Sanddorngeschmack. Egal ob der Sanddorn wegen seiner Eignung als Lebensmittel oder wegen der Wirkung als Zierpflanze eingesetzt wird, die vielseitige Pflanze mit den leuchtend orangen Beeren findet zu Recht Beachtung bei vielen Hobbygärtnern.

Bauerngarten Pflanzen


Damit der Bauerngarten möglichst authentisch wirkt, setzen viel Gartenfreunde Bauerngarten Pflanzen in ihren Bauerngarten. Sie erfreuen sich Jahr für Jahr an der natürlichen Blütenpracht und dem selbst gezogenen Gemüse vor der eigenen Haustür.

Es gibt eine Vielzahl an Bauerngarten Pflanzen. In alter Zeit waren viele Menschen, insbesondere die Bauernfamilien mit ihren Gehöften, noch Selbstversorger. Deshalb wurden viel mehr Pflanzen im eigenen Garten angebaut, als man es aus heutiger Zeit kennt. Die Bauerngarten Pflanzen dienten weniger als Zierde oder als Hobby. Sie hatten die Aufgabe, die Familie des Bauern und dessen Gesinde zu ernähren. Deshalb gab es angebaute Bauerngarten Pflanzen, die zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr heranreiften und den Menschen auf dem Bauernhof als gesunde Nahrung dienten. Man richtete sich bei der Wahl des Gemüses nach dem Ablauf der Jahreszeiten.

Im Bauerngarten gab es Heilpflanzen, die den Bewohnern des Bauernhofs bei mehr oder minder schweren Krankheiten Linderung verschaffen sollten. Zu den altbekannten Heilpflanzen im Bauerngarten gehören Bauerngarten Pflanzen wie Kamille, Fenchel, Salbei oder Minze. Auch Gewürzpflanzen wie Liebstöckl und Basilikum gehören zu den Bauerngarten Pflanzen, die man verwendete, damit die Speisen bekömmlich wurden und den Gartenbesitzern schmeckten.

Die Blumen im Bauerngarten hatten nicht nur den Zweck, im Garten oder als Schmuck für Hochzeitskleider gut auszusehen und in der Vase als Schnittblume zu dienen. Vielmehr waren auch viele Bauerngarten Pflanzen, die eine hübsche Blüte aufweisen, eine Funktion als Heilpflanze. Dies ist zum Beispiel beim Sonnenhut oder bei der Kamille, dem Johanniskraut und der Ringelblume der Fall.

Vor allen Dinge hat Gemüse im Bauerngarten eine lange Tradition. Diese Bauerngarten Pflanzen dienen unmittelbar der Ernährung. Nicht nur frisch wird Gemüse aus dem Bauerngarten verzehrt, sondern hat das ganze Jahr über Saison. In Form einer Gemüsemiete oder im Keller oder in sonstigen Lagerräumen des Bauernhofes wurde das Gemüse aus dem Bauerngarten eingelagert, damit auch im Winter eine gesunde Ernährung sichergestelt war.

Mangold


Die Gemüsepflanze Mangold gehört zu den zeitlosen Gemüsesorten, wie man sie bereits vor vielen Jahren in alten Bauerngärten anbaute. Als Kulturform der Rübe werden aber nicht die Pflanzenteile, die im Boden heranwachsen, verzehrt. Vielmehr zählen bei Mangold Stiele und Blätter zu den verzehrbaren Pflanzenbestandteilen. Verschiedene Züchtungen haben Mangold mit bunten Stielen, zum Beispiel rot oder gelb, hervorgebracht. Außerdem wird unterschieden zwischen Blattmangold und Stielmangold.

Die zweijährige Mangoldpflanze enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, die sie so begehrt machen. Die Pflanzen können im Zimmergewächshaus vorgezogen, und im Mai in den Garten ausgepflanzt werden. Eine reichliche Wässerung und Düngung – am besten mit Kompost – ist nötig. Erntezeit ist im Juni, Juli und August. Weil Mangold aber auch Oxalsäure enthält, sollte das Gemüse nicht roh, sondern nur in gekochtem – und damit säurereduziertem – Zustand verzehrt werden. Die noch jungen Blätter der Mangoldpflanze, die eine Größe von weniger als fünfzehn, höchstens zwanzig, Zentimetern aufweisen, sind am zartesten und damit am ehesten zum Verzehr geeignet. Dies sollte man bei der Ernte des Gemüses beachten.

Verschiedenste Rezepte sorgen dafür, dass Mangold als Gemüse einen festen Platz in der Küche erobert hat. Von bodenständig bis raffiniert gibt es verschiedenste Rezeptideen, in denen Mangold vorkommt. Dabei sind der eigenen Phantasie keine Grenzen gesetzt. Das Mangoldgemüse dient beispielsweise als Beilage zu Fischgerichten. Ebenso gibt es die Möglichkeit, Mangold und Käse als Füllung für Ravioli zu nutzen. Auch im Auflauf mit Fleisch und Nudeln macht sich die Mangoldpflanze gut. Wer es besonders rustikal mag, kann Mangold blanchieren und danach mit Zwiebeln und Speck in Butter anbrutzeln. Gewürzt mit einer Prise Salz, wird daraus innerhalb kürzester Zeit eine nicht alltägliche Gemüsebeilage zu Steak und Bratkartoffeln.

Zucchini


Hobbygärtner und Hobbyköche wissen dieses Gemüse zunehmend zu schätzen: Zucchini ist aus den Gärten und aus der Küche nicht mehr wegzudenken.

Die Zucchini Pflanze mag einen gut gedüngten – vorzugsweise lockeren – Boden und braucht eine ausreichende Bewässerung. Die Zugehörigkeit zur Familie der Kürbisgewächse, oder auch der Curcurbitaceae, wie der Lateiner sagen würde, ist unübersehbar. Die Pflanzen sind wärmeliebend und gedeihen auch gut auf dem Kompost, genauso wie Kürbisse.

Wer Zucchini anbauen möchte, kann die Pflanze im Frühbeet oder auf der Fensterbank vorziehen. Das hat den Vorteil, dass ab ungefähr Anfang oder Mitte Mai bereits die gut entwickelte Pflanze ins Gemüsebeet gepflanzt werden kann. Das Beet sollte einen gut aufgelockerten und vorgedüngten Boden besitzen. Ein Zucchini benötigt eineinhalb bis zwei Quadratmeter Platz im Garten, damit die Pflanze sich gut entfalten kann. Die Früchte schmecken am besten, wenn sie nicht voll ausgewachsen, sondern mit einer Größe von bis zu zwanzig Zentimetern, geerntet werden. Die Ernte der Zucchini Früchte ist in der Regel über mehrere Wochen möglich, denn eine Zucchini Pflanze produziert viele Früchte, die nach und nach heranreifen.

Es gibt diverse Rezepte, die Zucchini enthalten. Beliebt sind gefüllte Zucchini, zum Beispiel mit Hackfleisch. Ebenso gibt es verschiedene Salatrezepte, in denen die Zucchinifrucht enthalten ist. Zucchini ist roh oder gegart eine Delikatesse. Besonders wenn es sich um selbst gezogenes Gemüse aus dem eigenen Garten handelt. Der Hobbygärtner hat ein Erfolgserlebnis, wenn die Zucchinifrüchte geerntet, und zum Verzehr aufgetischt werden. Als weitere Delikatesse gelten Zucchinisuppe, Salat mit rohen Zutaten der Zucchini Frucht oder Nudelpfanne mit Zucchini, Sahnesauce und Käse. Ganz egal, für welche Zubereitungsart sich der Hobbygärtner entscheidet – wichtig ist, dass die Gemüse Pflanzen aus dem eigenen Garten gut schmecken.

Exotische Samen


Egal ob auf der Fensterbank oder auf derTerasse – exotische Pflanzen erfreuen sich großer Beliebtheit. Damit diese Pfanzen wachsen können, werden exotische Samen benötigt.

Der Hobbygärtner kauft nicht nur exotische Pflanzen aus der Gärtnerei oder aus dem Baumarkt, wo vermehrt die unterschiedlichsten Pflanzenraritäten angeboten werden. Viel spannender ist es, diese nicht ganz alltäglichen Pflanzen selbst heranzuziehen. Hierfür wird der exotische Samen benötigt, der aus verschiedensten Quellen bezogen werden kann.

Um exotische Samen erfolgreich zu erwerben, sollte man sich darüber im klaren sein, dass es sich nicht um totes, sondern um lebendiges Material handelt. Die Samen der exotischen Pflanzen dürfen nicht zu lange lagern, damit sie nicht die Keimfähigkeit einbüßen. Vorzugsweise wird der exotische Samen einer exotischen Pflanze aus unmittelbarer Nähe entnommen. Dadurch entfallen lange Transportwege und Zeiten langer Lagerung. Bei einigen Pflanzen ist diese Vorgehensweise durchaus möglich. Denn es gibt bereits einige Besitzer von exotischen Pflanzen wie Chili oder Palme.

Aber nicht jeder Pflanzenfreund kennt Menschen, die in seiner Nähe wohnen und bereits die exotischen Pflanzen besitzen, die dem eigenen Pflanzenportfolio fehlen. Um doch noch exotische Samen zu finden, bleibt der Gang in den gut sortierten Gartenfachhandel. Eine weitere Alternative ist das Online-Shopping in auf exotische Samen und Pflanzen spezialisierte Garten-Shops im Internet. Die Auswahl in diesen Shops ist oftmals beeindruckend. Gartenfreunde und Pflanzenfans können dort unabhängig von Ladenöffnungszeiten stöbern, und sich über verschiedenste exotische Samen informieren.

Wichtig ist, dass exotische Samen artgerecht auf die Keimung vorbereitet werden. Viele Online-Shops liefern hierfür eine Anleitung, damit bei der Aufzucht der exotischen Pflanzen alles glatt geht. Insbesondere ist bei einigen Samen zu beachten, dass eine Mindestkeimtemperatur eingehalten wird, oder dass einige exotische Samen vor dem Auspflanzen vorkeimen sollten.

Rose


Die Rose gehört zu den beliebten Blumen im Garten, die schon seit mehreren Jahrhunderten von Hobbygärtnern mit Begeisterung kultiviert wird. Bereits vor ungefähr zweitausend Jahren war die Rose im alten Griechenland und bei den Römern als buntblühende Zierpflanze bekannt und beliebt.

Aber nicht nur damals, auch heute hat die Rose viele begeisterte Anhänger, die verschiedene Rosensorten in ihrem Ziergarten heranwachsen lassen. Die „Königin der Blumen“, wie die Pflanze auch manchmal genannt wird, mag kalkhaltigen Boden und einen vorzugsweise sonnigen Standort. Dabei gibt es auch einige Rosensorten, die den Halbschatten tolerieren. Damit die Rosenpflanze von Schädlingen, wie den Blattläusen, verschont bleibt, bietet sich eine Nachbarschaftsbepflanzung mit Lavendel an, die zumindestens einige Blattlausarten von der Rose fernhalten soll.

Die verschiedenen Arten der Rose, immerhin fast zweihundertfünfzig, erfüllen unterschiedliche Funktionen im Hobbygarten: So gibt es Rosen, die hervorragend als Bodendecker geeignet sind. Sie verhindern, dass der Boden austrocknet und halten Unkrautbewuchs fern. Andere Rosenarten sind nicht so sehr an den Gartenboden gebunden. Kletterrosen schwingen sich auf in schwindelerregende Höhen und beranken Hauswände, Tore und Mauern. Es gibt Rosen, die nur einmal im Jahr blühen und es gibt öfter blühende Arten der Rose.

Als Schnittrose für die eigene Vase ist fast jede Rose geeignet. Der blumige Duft der Rose holt einen Hauch von Sommer ins Haus. Das hat auch die Parfümindustrie bereits seit langer Zeit für sich entdeckt, was sich in der Gewinnung von teurem Rosenöl für Parüms äußert. Aber nicht nur in Parfüms, sondern auch in der Genussmittelindustrie hat die Rose Bedeutung. Beispielsweise ist auch im Marzipan Rosenwasser enthalten.

Auch die Früchte der Rose werden vom Menschen verwertet. Die Hagebutten können als Hagebuttenmarmelade Verwendung finden. Ebenso dienen die Hagebutten als Früchte der Rose vielen Tieren als Nahrung im Winter.

Kuerbis


Der Kürbis gehört zu den Pflanzen im herbstlichen Garten, den viele Menschen bereits aus ihrer Kindheit kennen. Im Sommer und Herbst Herbstgarten bot der reife Kürbis auf dem Komposthaufen oder im Beet einen prächtigen Anblick.

Dabei ist Kürbis nicht gleich Kürbis. Der Hobbygärtner hat große Auswahl, wenn für den heimischen Gemüsegarten eine Kürbissorte ausgesucht werden soll. Im gut sortieren Samenhandel gibt es bereits über 600 verschiedene Kürbissorten, die mehr oder weniger bekannt sind. In der Regel beschränken sich die meisten Gartenbesitzer auf einige wenige bekannte Sorten. So ist beispielsweise der Gartenkürbis oder der Riesenkürbis besonders oft anzutreffen. Der Anbau der Kürbispflanze reicht in eine ferne Vergangenheit zurück. Bereits vor ca. 10.000 Jahren wurde der Kürbis in verschiedenen Regionen Amerikas von den Ureinwohnern kultiviert.

Der auf dem Komposthaufen angepflanzte Kürbis bietet dem Kopost durch seine großen Blätter Schatten, und verhindert dadurch das Austrocknen der Kompostmasse. Der Mensch dagegen nutzt den Kürbis zu verschiedensten Zwecken. Kinder schnitzen, speziell aus dem Riesenkürbis, Schmuck für die Halloween-Party. Der Kürbis wird hierzu ausgehölt und in die äußere Hülle der Pflanze werden schaurige Gesichtszüge hineingeschnitzt. Wenn es dann dunkel wird und man eine Kerze in die Kürbisfrucht stellt, ist die gruselige Arbeit vollbracht und die Party kann beginnen. Ebenfalls der Dekoration dienen die vielen unterschiedlichen Zierkürbisse.

Aber in erster Linie kennt man den Kürbis als Gemüse, das in unterschiedlichsten Variationen eine Delikatesse ist. Beispielsweise wird der Kürbis süß-sauer eingelegt, und ist dadurch als Beilage zu Hauptgerichten noch viele Monate haltbar. Die Kürbissamen können zu Kürbiskernöl verarbeitet werden. Darüber hinaus gibt es verschiedene Marmeladen und Gelees, wo der Kürbis als Zutat enthalten ist. Außerdem ist der Kürbis als Hauptgericht, zum Beispiel in Verbindung mit Kartoffeln und Hackfleisch, sehr beliebt.

Bohnen


Es gibt einige Pflanzen im Garten, die leicht anzubauen sind und auch dem unerfahrenen Hobbygärtner auf Anhieb gute Erfolge beschehren. Hierzu gehören auch die Bohnen, die zu den eher einfach anzubauenden Gemüsearten zählen.

Viele Grundschüler kennen die Bohnen bereits aus dem Sachkundeunterricht. In den Grundschulen ist es ein beliebtes und zugleich sinnvolles Experiment, daß Kinder Bohnensamen einpflanzen, um die Keimung und dann das vergleichsweise schnelle Wachstum der Bohnen im Blumentopf zu beobachten. Kinder werden auf diese Art und Weise an das naturnahe Gärtnern spielerisch herangeführt. Aber nicht nur in der Grundschule und im Sachkundeunterricht erfüllen die Bohnen ihren Zweck. Im Gemüsegarten sind die Bohnen als Nährstofflieferant für die Familie ein wichtiger Bestandteil für die Speisekarte.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Bohnen im Garten als Gemüse anzubauen. Besonders einfach ist die Anbauweise im Horst. Hierbei werden die Bohnensamen zwei oder drei Zentimeter tief in der Erde vergraben. Wichtig ist, dass pro anzulegendem Horst drei bis fünf Bohnensamen in der Erde eingearbeitet werden. Die einzelnen Horste der Bohnen sollten dabei einen Abstand von circa zwanzig Zentimetern nicht unterschreiten, damit sich die Pflanzen nach allen Seiten ausreichend ausdehnen können. Wenn die Bohnenpflanzen dann aufgehen und in die Höhe spriessen, sollten sie angehäufelt werden.

Irgendwann ist es dann soweit: Die Bohnen sind reif und können geerntet werden. Wichtig ist, dass die Bohnen wegen der darin enthaltenen Giftstoffe nicht roh verzehrt werden. Diese sogenannten Lektine werden durch das Kochen der Bohnen zerstört. Durch die Hitzeeinwirkung des Kocens wird die Hülsenfrucht für den Menschen geniessbar. Besonders gefragt sind Bohnen als Gemüsebeilage, zum Beispiel als Bohnen ummantelt mit Speck oder als süßsaurer Bohnensalat mit Essig und Zwiebeln. Auch als Bohnensuppe oder Bohneneintopf sind die Bohnen als Gemüse sehr beliebt. Das schleswig-holsteinische Gericht Birnen, Bohnen und Speck greift ebenfalls auf die Bohnen zurück.

Primeln


Die Primeln, aus dem Lateinischen von Primula, gehören zur Gattung der Primelgewächse. Die bunt blühenden und duftenden Blumen erfreuen Pflanzenfreunde bereits im Januar mit ihren bunten Blüten.

Auf der Fensterbank ist die Primel, manchmal noch bevor der Weihnachtsbaum aus dem Vorjahr seinen Platz im Wohnzimer geräumt hat, zu erblicken. Mit den Primeln beginnt das neue Jahr, und es besteht Hoffnung, dass der Winter weicht und irgendwann das Frühjahr beginnt. Eine Primel auf der Fensterbank ist ein Symbol für den beginnenden Frühling. Mit ihren bunten Farben versprüht die Pflanze Lebensfreude und ist Wegweiser für die vielen Blühpflanzen im neuen Jahr. Dabei gibt es diverse Arten der Primel, es ist die Rede von ca. fünfhundert verschiedenen Arten der beliebten Blühpflanze.

Die zahlreichen Gärtnereien haben längst die Bedeutung der Primel als Frühjahrsbote erkannt. Die Pflanze wird in vielen verschiedenen Farben angeboten. Dazu gehören Varianten in roter, blauer, gelber und weißer Farbe. Aber auch Varianten mit pinkfarbenen Blütenblättern oder gefüllten Blüten sind nicht selten. So ist für jeden Geschmack etwas dabei. Pflanzenfreunde können ihre Lieblingsprimel erwerben und sie auf der heimischen Fensterbank als Frühlingsbote platzieren. Als Blumenarrangement machen sich die Primeln auch gut. In Verbindung mit weiteren Frühjahresblühern, wie z. B. Perlhyazynthen, Schneeglanz oder Schneeglöckchen, lassen sich bunte Frühjahresarrangements herstellen. Der Phantasie des Gartenfreundes sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Dabei haben Primeln nicht nur als Zierpflanzen auf der Fensterbank, sondern auch als Heilpflanze eine Bedeutung: In vielen Hustentees finden Extrakte der Primel ihren Einsatz. Als schleimlösendes Mittel wirken Primelextrakte bei Erkrankungen wie Bronchitis. Im Garten werden die Pflanzen als Beeteinfassung eingesetzt und bereiten dem Hobbygärtner über viele Jahre hinweg Freude.

Pflanzen im Herbstgarten


Der Herbstgarten ist nicht nur dadurch gekennzeichnet, dass sich das Gartenjahr langsam dem Ende zuneigt. Viele Pflanzen erfreuen den Gartenfreund mit bunten Farben der Blätter oder Blüten.

Im Herbstgarten muss es nicht trist und langweilig aussehen, nachdem ein Großteil der Erntearbeiten erledigt wurde. Es gibt Pflanzen, die eine besonders schöne Herbstverfärbung der Blätter aufweisen. Sie verleihen dem Herbstgarten Farbe, auch wenn nur noch wenige Blumen in Blüte stehen.

Eine besonders schöne Herbstfärbung hat der Wilde Wein. Die Pflanzen ranken an Hausfassaden, Carports und sogar an Bäumen im Garten. Ihre Blätter verfärben sich von zartem Grün im Frühjahr und Sommer, hin zu leuchtendem Rot im Herbstgarten.

Zu den im Herbst blühenden Pflanzen zählen Sonnenhut und Fetthenne. Ebenso sind Pampasgras, Glockenheide, Herbstastern und Dahlien typische Bewohner im herbstlichen Garten. Zu den blühenden Pflanzen im Herbstgarten gehört auch noch die Kapuzinerkresse mit ihren orangen oder gelben Blüten, die vom Frühsommer bis in den Spätherbst für Farbe im Beet sorgt.

Aber nicht nur bunte Blätter und Blüten bringen Farbe in den Herbstgarten. Alte Gemüsesorten sorgen auch für Abwechslung. So bringen die bunten Stiele der Mangoldpflanze ebenfalls farbliche Abwechslung in das Gemüsebeet. Die Farben und Formen der Kürbisse setzen ebenfalls Akzente im Herbstgarten. Besonders ansehnliche Pflanzen sind die Zierkürbisse, die es in verschiedensten Varianten gibt.

Und natürlich ist auch im späten Herbst oder sogar Winter noch Erntezeit. Dies ist möglich, weil es im Herbstgarten bestimmte Pflanzen gibt, die die Kälte brauchen, bzw. dagegen resistent sind. Zu diesen Pflanzen gehört der Grünkohl. Er schmeckt erst dann richtig gut, wenn der Kohl den ersten Frost abbekommen hat. Im späten Herbst, noch vor dem ersten Frost, werden der Rotkohl und der Weißkohl geerntet. Diese beiden Kohlsorten können gut gelagert werden. Die Pflanzen dienen deshalb den Winter über als selbst geernteter Gemüsevorrat aus dem eigenen Garten.