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Hochbeet selber bauen


Ein Hochbeet selber bauen kann (fast) jeder. Je nach verfügbarer Zeit, vorhandenen Geldern und handwerklichem Geschick können für den Hobbygärtner verschiedene Hochbeet-Varianten interessant sein.

Ein Hochbeet in Form eines Bausatzes ist vor allem dann interessant, wenn der Gartenfreund schnelle Ergebnisse sehen will. Das Hochbeet aus dem Baumarkt ist zwar kein Unikat, aber auch dieses Modell unter den Hochbeeten kann mit Vorteilen aufwarten, die einem Hochbeet normalerweise zugeschrieben werden. Insbesondere können in einem Hochbeet Gemüsesorten herangezogen werden, die in einem von Schnecken bevölkerten Garten keine Chance haben. Das Aufwachsen von empfindlichen Gemüsesorten gelingt in einem Hochbeet bedeutend öfter, als dies auf einem Gartenboden, der ohne Schutz auskommt, der Fall ist. Durch den Höhenunterschied sind die Pflanzen im Hochbeet relativ – wenn auch nicht hundertprozentig – sicher vor Fressfeinden. Die Arbeit, die der Aufbau eines Hochbeetes mit sich bringt, kann sich also im Hinblick auf höhere Erträge lohnen.

Doch bevor an eine reiche Ernte der Früchte aus dem Hochbeet zu denken ist, sind die Aufbauarbeiten zu bewältigen. Der Hobbygärtner hat nun die Qual der Wahl. Wenn Individualität gefragt ist und das Hochbeet ungewöhnliche Maße annehmen soll, dann wird es wohl auf „Marke Eigenbau“ hinauslaufen. Als Materialien für das Hochbeet kommen hierbei Baustoffe wie Holz, Beton oder gemauerte Steine in Frage. Wichtig beim Hochbeet selber bauen ist, dass die Beetfläche auch nach unten geschützt wird. Dann nämlich können Wühlmäuse erfolgreich von den herangezogenen Früchten ferngehalten werden, auf die sich der Mensch schon wochenlang als gesunde Speise aus dem eigenen Garten freut. Das Hochbeet sollte eine handliche Größe besitzen, so dass eventuell aufkeimendes Unkraut schnell entfernt werden kann. Im ersten Jahr kann ein Hochbeet mit stark zehrenden Gewächsen, zum Beispiel mit verschiedenen Kohlsorten, Paprika oder Kürbis, bepflanzt werden. Im weiteren Zeitablauf kann dann eine Düngung oder sogar der Austausch der Erdschichten im Hochbeet anstehen. Auf jeden Fall sollte nach der Aussaat von Starkzehrern eine weniger anspruchsvolle Pflanzenart auf dem Hochbeet seinen Platz finden, zum Beispiel Bohnen, Kresse oder Radieschen.

Gartenteich anlegen


Nach einer erfolgreichen Planungsphase, bei der grundlegende Fragen zum neuen Gartenteich geklärt wurden, kann die praktische Umsetzung in Angriff genommen werden. Das Gartenteich anlegen wird in die Tat umgesetzt.

Besonders unkompliziert ist das Anlegen eines Gartenteiches, wenn es sich bei der ausgewählten Teichvariante um einen Fertigteich handelt. Das Vorhandensein verschiedener Abstufungen innerhalb der Teichform ist wichtig, damit im Teich die unterschiedlichen Uferzonen nachgebildet werden können. Der Boden am ausgewählten Standort wird in der ungefähren Größe des Teiches aufgegraben. Wurzeln und spitze Steine sollten entfernt werden, damit der Fertigteich nicht beschädigt wird. Nachdem das Erdloch die richtige Größe hat, kann der vorgefertigte Teichrohling vorsichtig hineingehoben werden. Dabei ist es wichtig, dass die Teichform nicht wackelt und gerade in der Erde platziert wird, damit kein Wasser auslaufen kann.

Gartenteich anlegen mit Vlies und Teichfolie ist etwas arbeitsintensiver, dafür kann die Form des Gartenteiches selbst bestimmt werden. Auch hier steht am Anfang der Erdaushub. Natürlich kann das Wasser nicht direkt in den Erdaushub gekippt werden, weil es sonst – anders als in einer großflächigen Kieskuhle – nach und nach versickern würde. Also wird die Erdmulde zuunterst mit schützendem Teichvlies ausgelegt, darüber wird die Teichfolie positioniert. Für eine gute Wasserqualität sollten nur Teichfolien Verwendung finden, die frei von giftigen Schwermetallen sind. Die Randflächen am Gartenteich können mittels Ufermatten gestaltet werden, die ein Abrutschen des Sandes an der Teichböschung verhindern sollen.

Nun kann der Gartenteich mit Wasser gefüllt werden. Bei einem Gartenteich, der zwar Pflanzen, aber keine Fische beherbergen soll, ist eine Teichpumpe nicht erforderlich.

Als Teichrandbepflanzung kommen Schilf, winterharter Baumfarn, Flatterbinse oder Wasserkresse in Frage. Schwimmpflanzen auf dem Gartenteich sind beispielsweise Seerose oder Lotus.

Der Vorgarten


Das Gartenbuch Der Vorgarten vonTraut Graeber und Witta Betz-Schiel ist unter der ISBN 3 8001 6268 7 im Eugen Ulmer Verlag erschienen. Die Autorinnen beschäftigen sich in dem Buch mit individuellen Gestaltungsmöglichkeiten für einen ansprechenden Vorgarten.

Zu Beginn des Sachbuches über den Vorgarten gehen die Autorinnen auf die Aufgaben und Funktionen von Vorgärten ein. Der Leser der Gartenbüchererfährt dabei, welche unterschiedlichen Anforderungen an den Vorgarten gestellt werden – angefangen bei der Prägung des Stadtbildes bis hin zum Stellplatz oder der Unterbringungsmöglichkeit für die Müllbehälter eines Haushaltes. Dann wird die historische Entwicklung des Vorgartens thematisiert, angefangen beim Mittelalter bis hin zu den Vorgärten der Neuzeit. Die einzelnen Elemente des Vorgartens sind ebenfalls ein Thema des Buches und finden im nachfolgenden Kapitel Beachtung. Der Leser lernt dabei Gestaltungsmöglichkeiten, zu denen beispielsweise Einfriedungen, Beleuchtung, Treppenelemente und deren Einsatzmöglichkeiten gehören, kennen. Dann werden verschiedene Pflanzen vorgestellt, die zur Begrünung des Vorgartens verwendet werden können. Anhand einer Tabelle kann der Leser nachschlagen, welche Lichtverhältnisse einzelne Pflanzen benötigen, welche Farbe die Blüten haben und mit welcher Herbstfärbung zu rechnen ist. Dem folgt ein Kapitel mit praktischen Beispielen zur Planung, zum Anlegen und der Bepflanzung des Vorgartens. Unterschiedliche Wohnsituationen und Themen, wie beispielsweise der Vorgarten am Einfamilienhaus oder Vorgarten für einen Sommer, werden dabei berücksichtigt. Dann wird der Leser mit besonderen Vorgärten und deren Alleinstellungsmerkmalen, die besonders gelungen sind, bekannt gemacht. Abschließend wenden sich die Autorinnen häufig vorkommenden Problemen im Vorgarten zu und beschäftigen sich auch mit rechtlichen Aspekten, die den Vorgarten betreffen.

An dem Gartenbuch über den Vorgarten haben mir die Beschreibungen der Vorgärten mit besonderer Note besonders gut gefallen.

Gartenbeet für Aussaat vorbereiten


Wenn der Frühling Einzug hält und die Temperaturen steigen, ist es an der Zeit, die Gartenbeete für die Aussaat bereit zu machen.

Eine schattige Lage ist eher unpassend für ein Beet, auf dem Pflanzen üppig wachsen und gedeihen sollen. Besser geeignet ist ein Platz in sonniger Lage oder im Halbschatten.

Zu beachten ist außerdem, dass auf einem Beet, das im Vorjahr mit starkzehrenden Pflanzen bestückt war, im darauffolgenden Jahr nicht wieder Starkzehrer angebaut werden.

Bei Gemüsebeeten, genauso wie bei Blumenbeeten, ist es wichtig, dass der Hobbygärtner alle Stellen des Beetes von außen gut erreichen kann. So wird gewährleistet, dass er nicht die Pflanzen runtertritt, wenn er Gemüse ernten oder Blumen pflücken möchte. Deshalb sollte ein Beet nicht breiter als circa einhundertzwanzig Zentimeter sein.

Natürlich sollte die Erde im Gartenbeet vor der Aussaat locker und frei von Unkraut sein, damit sich die Wurzeln der jungen Pflanzen dort gut ausbreiten können.

Um den Boden im Gartenbeet vor der Aussaat mit Nährstoffen zu versorgen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im Rahmen der natürlichen Düngemethoden kommen beispielsweise die Gründüngung mittels Tagetes oder Lupinen in Frage. Ebenso können Kompost, Holzasche oder Knochenmehl Verwendung finden.

Bei der Aussaat wird zwischen Dunkelkeimern und Lichtkeimern, die nicht mit einer dicken Erdschicht bedeckt werden dürfen. Damit die Samenkörner der Lichtkeimer nicht wegwehen können, sollten sie leicht auf dem Gartenbeet angedrückt werden und nur auf windgeschützten Beeten zum Einsatz kommen.

Im Zusammenhang mit Synergieeffekten haben sich Mischkulturen im Gartenbeet bewährt. Es gibt verschiedene Pflanzenarten, die sich gegenseitig fördern, zum Beispiel weil Schädlinge vertrieben oder Nützlinge angelockt werden. Bereits bei der Planung der Gartenbeete ist darauf zu achten, dass zueinander passende Pflanzenarten auf demselben Beet einen Platz finden. Gut für eine Mischkultur geeignet sind zum Beispiel Dill und Gurken oder Erdbeeren und Schalotten.

Frostkeimer


Bei den sogenannten Frostkeimern handelt es sich um Pflanzen, die für die Keimung vorübergehend Temperaturen um den Gefrierpunkt herum benötigen. Alternativ zum Begriff Frostkeimer ist auch die Bezeichnung Kaltkeimer gebräuchlich.

Die niedrigen Temperaturen werden vom Frostkeimer benötigt, damit die Keimruhe überwunden werden kann. Dies ist auch sinnvoll, denn ohne diesen Impuls durch die kalten Temperaturen würden viele Pflanzen schon im Herbst damit beginnen, in die neue Vegetationsperiode überzuwechseln. Dies hätte zur Folge, daß die dann noch sehr jungen Pflänzchen bei Eis und Schnee erfrieren könnten. So gesehen hat die Natur eine gute Lösung gefunden, damit die Frostkeimer auf Dauer überleben und sich weiter verbreiten können, wenn die Bedingungen günstig sind.

Zu den bekannten Frostkeimern gehören Pflanzen wie das Veilchen, Tränendes Herz, Akelei, Clematis, Pfingstrose und Herbstzeitlose. Aber auch seltenere oder weniger bekannte Vertreter der Frostkeimer, zu denen beispielsweise Bitterwurz, Bartfaden oder die Trollblume gehören, setzen sich im Hobbygarten durch. Wenn sich Frostkeimer im Garten oder Wildgarten selbst ausbreiten sollen, ist es wichtig, daß der Hobbygärtner den natürlichen Ablauf nicht stört.

Bei vielen der sogenannten Frostkeimer ist aber ein tatsächlicher Frost mit höheren Minusgraden gar nicht erforderlich. Hier reicht es aus, wenn die Samenkörner bei Temperaturen nahe des Gefrierpunktes ausharren. Wenn die  Frostkeimersamen nicht auf natürlichem Wege im Garten keimen, sondern in Saatschaalen ausgesäät werden, dann ist eine schnelle Unterkühlung möglichst zu verhindern. Falls die Samenkörner im Gefrierfach aufbewahrt werden, kann dies zu Erfrierungen führen, denn auch in der Natur kommt es kaum vor, daß Pflanzensamen schockgefroren wird. Vielmehr ist es wichtig, die Samen von Frostkeimern nur langsam an niedrige Temperaturen zu gewöhnen, zum Beispiel im Kühlschrank. Dabei sollte eine Austrocknung vermieden werden, damit sich im kommenden Frühjahr kräftige Jungpflanzen entwickeln können.

winterliches Gemüse


Gemüsesaison ist nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über. Winterliches Gemüse sorgt dafür, dass es auch in der kalten Jahreszeit noch kulinarische Genüsse in der Gemüseküche gibt.

Zum winterlichen Gemüse werden diverse Kohlsorten gezählt. Hobbygärtner, die auch im Winter frische Pflanzen aus dem eigenen Garten ernten möchten, bauen beispielsweise Grünkohl an. Dieser wird vorzugsweise nach dem ersten Frost geerntet und zusammen mit Kohlwurst und Bratkartoffeln zubereitet. In rohem Zustand verarbeitet man den an Vitamin C reiche Grünkohl auch in Smoothies, dort verleiht er den Getränken eine satte grüne Farbe.

Ebenfalls als Wintergemüse werden die kalorienarmen Steckrüben geerntet, die geschmacklich dem Kohl ähnlich sind. Steckrüben eignen sich unter anderem für die Zubereitung als Eintopf oder Steckrübenmus, sowie als Suppe. Lange Zeit galt die Steckrübe als ein Essen für arme Leute. Dies hat sich aber zum Glück geändert. Die zahlreichen Zubereitsungsmöglichkeiten dieser auch als Wruke bekannten Gemüsesorte machen sie zu einer beliebten Option in der winterlichen Küche.

Natürlich beschränkt sich winterliches Gemüse nicht nur auf Kohl und kohlähnliches Gemüse. Einige Kürbissorten zählen ebenso dazu und sind lange Zeit lagerfähig. Dadurch ist es möglich, dass Hobbygärtner auch im Winter noch in den Genuss von Kürbis-Pfannengerichten oder als Rohkost zubereitete Winterkürbisse kommen. Damit die Winterkürbisse lange haltbar bleiben, ist eine kühle, trockene und dunkle Lagerung vorteilhaft.

Je nach Typ des Gartenbodens bauen Hobbygärtner auch Rotkohl oder Weißkohl im eigenen Garten an. Die Pflanzen bevorzugen einen schweren Boden mit Lehm und vielen Nährstoffen. Wichtig ist, dass nicht mehrere Jahre hintereinander diese sogenannten Starkzehrer auf demselben Gartenbodenstück angebaut werden. Bei der Zubereitung dieser Kohlsorten gibt es wieder viele Möglichkeiten, zum Beispiel Apfelrotkohl oder Rohkostzubereitung. Weißkohl kann zu Sauerkraut verarbeitet werden und eignet sich in Verbindung mit Hack auch als Schmorkohl.

Bauerngärten schön gestaltet


Das mir zur Rezension vorliegende Gartenbuch Bauerngärten schön gestaltet von Sue Philips ist unter der ISBN 3 88472 401 0 bei Kaleidoskop Buch im Christian Verlag erschienen. Die Autorin beschäftigt sich in dem Gartenbuch mit geschichtlichen Betrachtungen und praktischen Ratschlägen für den bäuerlichen Garten.

Zu Beginn des Buches über Bauerngärten befasst sich die Autorin mit englischen Cottage-Gärten und deren Tradition. Sie beschreibt dabei die geschichtliche Entwicklung und die Nutzgärten im Mittelalter und in den darauffolgenden Jahrhunderten. Im nächsten Kapitel wird der Bauerngarten – so wie wir ihn heute kennen – näher betrachtet. Die Autorin zeigt charakteristische formale Elemente des Bauerngartens auf. Sie benennt traditionelle Blumenarten, die typischerweise in bäuerlichen Gärten anzutreffen sind. Aufteilung des Gartens und stilistisch passende Beeteinfassungen sind weitere Themen, die in diesem Buch zur Sprache kommen. Anhand von Skizzen bekommt der gartenbaulich interessierte Leser Tipps, wie eine ländliche Rabatte angelegt wird. Küchengarten und Kräutergarten sind weitere Themen des Gartenbuches. Der Leser erfährt, wie ein Saatbeet vorbereitet wird und was beim Pflanzen und beim Pflegen verschiedener Gemüsesorten zu beachten ist. Nachfolgend setzt sich die Autorin des Buches mit dekorativen und nützlichen Pflanzen aus dem Bauerngarten auseinander. Sie gibt Tipps zur Zubereitung von Kräutergelee und Hagebuttensirup, sowie zur Herstellung von Duftpotpourris. Im Kapitel über den Formschnitt bekommt der Leser Hinweise, wie im ländlichen Garten Buchs in phantasievolle Wuchsformen umgewandelt werden kann. Der richtige Schnitt von Obstbäumen und Beerenobst als Pflanzen des Bauerngartens wird beschrieben. Der Hobbygärtner erhält Hinweise zu alten Obstbaumsorten, die auch heute noch als Bestandteil eines authentischen Bauerngartens geeignet erscheinen. Am Ende des Buches beschreibt die Autorin die wichtigsten Pflanzen des Bauerngartens.

An dem Gartenbuch über den schön gestalteten Bauerngarten hat mir das Kapitel über die Gestaltung und Bepflanzung des Bauerngartens besonders gut gefallen.

Essigbaum


Der Essigbaum (Rhus thyphina) mit seinen bunten Blättern sorgt für orange, gelbe und rote Farbnuancen im herbstlichen Garten. Der farbenfrohe Laubbaum aus der Familie der Sumachgewächse stammt ursprünglich aus dem nördlichen Amerika, ist aber inzwischen längst bei uns heimisch geworden.

Sowohl als Solitärpflanze, als auch als Hintergrundbepflanzung oder Gewächs in einer Hecke ist der Essigbaum geeignet. Dabei ist zu beachten, dass der bis zu circa zehn Meter hoch werdende Baum sich durch seine Wurzeltriebe stark vermehren kann. Ähnlich wie bei vielen Bambusarten ist deshalb die Anbringung einer Wurzelsperre sinnvoll, wenn man nicht gerade einen üppigen und großflächigen Bewuchs auf dem Beet anstrebt. Wenn die Wurzeltriebe in den Rasen hinein wuchern, werden sie in der Regel beim Rasenmähen entfernt und können den Rasen nicht dichtwachsen. Früher wurde der Baum nicht nur der Zierde wegen angebaut. Vielmehr wurden seine Fiederblätter als Lieferant für Gerbstoffe genutzt, die in der Lederindustrie benötigt wurden.

Zu beachten ist, dass der Essigbaum, beziehungsweise seine Bestandteile, für den Menschen leicht giftig sind und beispielsweise Haut und Magen reizen können. Als Standort bevorzugt der kleine, oft mehrstämmig wachsende Baum einen sonnigen oder halbschattigen Platz. Die Art des Untergrundes ist dem flachwurzelnden Gewächs eher egal, es gedeiht selbst auf mageren und sandigen Böden. Als Zierpflanze im Garten wirkt er aufgrund seiner fiederblättrigen Baumkrone nicht erdrückend und kann deshalb auch gut in kleineren Gärten untergebracht werden. Regelmäßig geschnitten und in Form gebracht, bereichert der Essigbaum die Hecke und wird zum farbintensiven und kompakt wachsenden Sichtschutz. Zur Befestigung von Hanggrundstücken ist der Baum dagegen aufgrund seiner flachen Wurzeln eher bedingt geeignet. Wer keinen Garten hat, kann den Essigbaum auch als Kübelpflanze auf dem Balkon halten. Wichtig dabei ist, dass die Wurzeln genug Platz haben und sich im Pflanzkübel ausbreiten können.

Schnittblumen aus dem eigenen Garten


Ein Strauß mit Schnittblumen bringt lebendiges Grün in die Wohnräume. Dabei sind Schnittblumen aus dem eigenen Garten bei den Hobbygärtnern besonders beliebt.

Bei naturbelassenen Blumen, die selbst im Ziergarten angebaut wurden, kann sich der Gartenbesitzer relativ sicher sein, dass die Pflanzen nicht mit irgendwelchen Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet sind.

Bei der Anzucht von Schnittblumen kann der Hobbygärtner selbst entscheiden, welche Blumen er in seinem Garten anbauen möchte. Natürlich wächst nicht jede exotische und wärmeliebende Schnittblume in unserem Klima. Trotzdem ist die Auswahl an Schnittblumen, die selbst im Garten herangezogen werden können, riesig. Der Hobbygärtner hat die Qual der Wahl. Wenn dann noch ein Gewächshaus zur Verfügung steht, haben selbst exotische Blumen eine Chance auf ein Heranwachsen unter wohltemperierten Bedingungen.

Die Auswahl der Blumenarten für den Schnitt sollte sich auch an praktischen Gesichtspunkten orientieren. Beispielsweise ist es sinnvoll, wenn man das ganze Jahr über als Schnittblumen geeignete Pflanzen zur Verfügung hat. Es macht dagegen wenig Sinn, die Blumen so auszuwählen, dass alle Arten im selben Monat blühen. Auch dem Garten kommt diese Strategie zugute, denn der Gartenbesitzer wird nicht alle Schnittblumen für die Vase nutzen, sondern auch einige Blühpflanzen im Garten lassen, so dass dort das ganze Jahr über immer etwas am Blühen ist.

Natürlich ist auch der finanzielle Aspekt ein wichtiges Argument für Schnittblumen aus dem eigenen Garten. Hochwertige Blumensträuße sind nicht gerade billig. Wer oft für die eigene Vase oder als Mitbringsel einen Strauß benötigt, kann durch den Eigenanbau Geld sparen.

Auch unter ökologischen Gesichtspunkten können die Blühpflanzen wertvoll sein, weil sie Insekten anlocken und diesen Nahrung bieten. Wenn Blumen in Mischkultur mit Obst und Gemüse angebaut werden, können die Erträge durch den vermehrten Insektenanflug gesteigert werden.

Gartenteichplanung


Für viele Hobbygärtner ist der Gedanke, einen eigenen Gartenteich zu besitzen, eine reizvolle Perspektive. Doch bevor dieser Wunsch Wirklichkeit wird, ist eine sorgfältige Planung notwendig.

Es gibt viel zu bedenken bei der Gartenteichplanung. Zunächst stellt sich die Frage, wo sich der Teich im Garten befinden soll. Ein Platz im hinteren Teil des Gartens, der kaum einsehbar ist, kommt eher nicht in Frage für die Platzierung des Gewässers. Eine gute Sichtbarkeit ist vorteilhaft, um beispielsweise vom Wohnzimmerfenster oder der Terrasse aus Pflanzen oder Tiere am / im Teich beobachten zu können. Viele angehende Teichbesitzer entscheiden sich deshalb bei der Teichplanung für einen Gartenteich gleich neben der Terrasse. Bei dieser Nähe zum Wohnhaus muss natürlich sichergestellt werden, dass das Teichwasser bei starkem Regenfall nicht überlaufen, und in das Wohnhaus oder den Keller eindringen kann.

Wenn möglich, sollten keine Laubbäume oder Nadelbäume, wie Lärchen, in unmittelbarer Nähe des Teiches stehen. In einen Teich, der sich unmittelbar unter Laubbäumen befindet, fallen im Herbst Unmengen von Blättern. Außerdem können sich die Wurzeln der Bäume mit den Jahren ausbreiten und die Teichfolie zerstören.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Teichplanung ist die Beachtung von Licht und Schatten. Für den Gartenteich ist es günstig, wenn er im Halbschatten liegt. Dies hat den Vorteil, dass der Teich zwar von der Sonne beschienen wird, aber kein exzessives Algenwachstum, wie bei einem vollsonnigen Standort, zu erwarten ist.

Eine zentrale Frage bei der Teichplanung ist die Teichgröße. Wenn in dem Teich später einmal Fische gehalten werden sollen, wird hierfür ausreichend Platz benötigt. Darüber hinaus ist bei einem Fischteich wichtig, dass er tief genug ist, damit er im Winter nicht bis auf den Boden einfrieren kann.

Falls der Gartenbesitzer einen individuellen Teichumriss verwirklichen möchte, eignet sich ein Gartenteich, der freihändig mittels Teichfolie angelegt wird. Dem stehen Fertigteich-Sets gegenüber, die schneller aufgebaut werden können, aber dafür weniger individuell sind.

Gartengestaltung für Haustierbesitzer


Gartengestaltung geht für Haustierbesitzer mit einigen Herausforderungen einher. Sie wollen es nicht dem Zufall überlassen, daß sich menschliche und tierische Bewohner wohlfühlen im Garten.

Vor allem sollte der Garten eines Haustierbesitzers so gestaltet sein, daß beispielsweise ein Hund nicht unbemerkt das Gartengrundstück verlassen kann. Hierzu sind entsprechend hohe Einzäunungen um den Garten herum oder eingezäunte Flächen innerhalb des Gartens sinnvoll, in denen sich der Hund frei bewegen kann.

Wenn es sich bei den Haustieren hauptsächlich um Nager handelt, nehmen diese vorlieb mit Freilaufgehegen, die auf der Rasenfläche abgesteckt werden können. Hier ist zu beachten, daß Katzen oder Greifvögel nicht unbemerkt auf die Kleintiere zugreifen können. Deshalb sollte ein Freilaufgehege im Garten eine Abdeckung haben und am besten vom Haus aus beobachtet werden können.

Besitzer von Kanarienvögeln, Wellensittichen oder größeren Papageien, nutzen den Sommer, um ihren gefiederten Haustieren an der frischen Luft Ausflug zu bieten. Eine Zimmervoliere auf Rollen ist schnell auf die Terrasse geschoben. Hier ist zu beachten, daß die Voliere fest steht und nicht wegrollen oder umkippen kann. Ausreichender Sonnenschutz ist selbstverständlich, denn die direkte Sonneneinstrahlung im Garten ist nicht zu vergleichen mit indirekter Bestrahlung in der Wohnstube.

Damit Vergiftungen und Verletzungen im Garten ausbleiben, sollten Gewächse mit Dornen oder giftige Pflanzen, wie zum Beispiel Fingerhut oder Riesenbärenklau, eher nicht in einem Garten mit Haustieren angepflanzt werden. Zu fast allen Pflanzen, die giftig sind oder Dornen tragen, gibt es Alternativen, von denen keine Gefahr für Mensch und Tier ausgeht. Der Einsatz von Rattengift oder sonstigen Mitteln zu Vernichtung von Schädlingen hat nicht in Bereichen zu erfolgen, die für Haustiere zugänglich sind.

Die Aufteilung des Gartens in mehrere Themenbereiche oder Areale bietet sich an, wenn der Gartenbesitzer nicht auf dem Anbau von beispielsweise seltenen Blumen verzichten möchte, die nicht von tobenden Hundepfoten umgepflügt werden sollen. Auch viele Gemüsesorten sind zumindest als Jungpflanzen empfindlich und können etwas Schutz gut vertragen. Für solche Szenarien ist die Einteilung des Gartens in einem für Haustiere freigegebenen Bereich und einem geschützten Bereich für bestimmte Pflanzen sicher sinnvoll.

Schnee schieben


Das Schnee schieben gehört zu den Arbeiten rund um Haus und Garten, die (fast) alle Jahre wieder anfallen. Wenn es kalt wird und die ersten Schneeflocken fallen, dann ist der Winter endgültig eingezogen und auch das Schnee schieben beginnt wieder.

Aufgrund der Verkehrssicherungspflicht sind Anlieger dazu angehalten, Bürgersteige frei von Schnee zu halten und vereiste Wege durch geeignete Streumaterialien begehbar zu machen. Hundebesitzer verzichten in vielen Fällen auf den Einsatz von Streusalz, damit die Pfoten der vierbeinigen Mitbewohner geschont werden. Einzelheiten über Zeiten und Umfang der Schneebeseitigungspflicht können von Gemeinde zu Gemeinde variieren. Ob in einem Mietshaus der Vermieter oder die Mieter zur Beseitigungs des Schnees verpflichtet sind, ist in der Regel im Mietvertrag hinterlegt.

Neben den Bürgersteigen fallen oft noch weitere Flächen an, die vom Schnee befreit werden sollten. Dies können beispielsweise eine Auffahrt für das Auto, Wege von der Haustür zum Bürgersteig und weitere Gartenwege sein, die auch im Winter regelmäßig genutzt werden. Andere Regionen im Garten können durchaus vom Schneefall profitieren. Die glatte weiße Fläche auf dem Rasen oder die schneebedeckten Bäume können ein echter Hingucker sein.

Nach all den Wintern mit reichlich Schnee, haben viele Menschen schon Routine, was das Schnee schieben anbelangt. Neulinge beim Schieben des Schnees können Anfängerfehler vermeiden und sich die Beseitigung des Schnees so leicht wie möglich machen. Wenn es draußen schneit und die Luft sehr kalt und trocken ist, fällt das Schnee schieben nicht schwer. Der Schnee ist locker und kann meistens sogar mit einem Besen weggefegt werden. Bei Temperaturen nur knapp unter dem Nullpunkt ist der Schnee eher schwer und klebrig. Dadurch wird das Schnee schippen erschwert. Mit Hilfe eines beschichteten Schneeschiebers kann die Arbeit erleichtert werden. Nun stellt sich noch die Frage: Wohin mit dem ganzen Schnee? Um weder Passanten noch Autofahrer zu behindern oder ihnen die Sicht zu nehmen, sollte der Schnee auf einer nicht versiegelten Fläche des eigenen Grundstücks geschippt werden. Das hat den Vorteil daß Kinder, soweit vorhanden,  aus dem Schneeberg einen Iglu bauen können oder einen kleinen Rodelberg. Wenn der Schnee schmilzt, kann er im unversiegelten Boden versickern.

Heizkosten senken


In den meisten Haushalten ist man bemüht, die Heizkosten möglichst gering zu halten. Heizkosten senken ist deshalb ein Thema von Interesse, besonders in der kalten Jahreszeit.

Doch welche Möglichkeiten gibt es, um die Heizkosten gering zu halten und dadurch die Haushaltskasse zu entlasten?

Wer einen Kaminofen oder Kamin besitzt, kann durchgängig oder stundenweise die primäre Heizung entlasten. Damit sich diese Vorgehensweise auch rechnet, sollte eine günstige Einkaufsmöglichkeit für das Kaminholz vorhanden sein. Im wohl günstigsten Fall haben Kaminbesitzer einen Motorsägenführerschein und können selbst Holz für den Kamin sägen.

Kaminofenbesitzer, die einen wasserführenden Kaminofen zur Verfügung haben, können ebenfalls langfristig Heizkosten sparen, da sie autark sind. Anbieter von Gas und Öl als Brennmaterial und deren Preispolitik laufen bei Besitzern von wasserführenden Kaminöfen ins Leere. Wichtig ist auch hier, daß langfristig der Bezug von preisgünstigem Brennholz sichergestellt ist.

Eine durchdachte Lüftungstechnik ist ebenfalls wichtig, weil niemand gerne „für draußen“ heizt. Dabei ist zu beachten, daß die Fenster nicht längere Zeit auf Kipp gestellt werden, sondern daß durch eine Stoßlüftung von fünf bis zehn Minuten Dauer ein schneller aber gründlicher Austausch der Raumluft stattfindet. Dadurch kann eine Auskühlung der Wohnräume weitestgehend vermieden werden und die Heizkosten halten sich in überschaubaren Grenzen. Außerdem ist eine durchdachte Lüftungstechnik wichtig, um gesundheitsschädliche Schimmelbildung in den Räumen zu vermeiden und die Feuchtigkeit in der Raumluft zu reduzieren.

Eine automatische Regulierung der Heizung per Thermostat, die manuelle Steuerung weitestgehend überflüssig macht, ist ebenfalls eine sinnvolle Errungenschaft zur Einsparung von Heizkosten. Mittlerweile gibt es schon Steuerungsvorrichtungen mit Anbindung ans Smartphone.

Als weitere, eher längerfristige  Möglichkeit zum Heizkosten senken, kommen Dämmungsmaßnahmen in Frage. Diese können in vielen Fällen (Stichwort: Energieeffizientes Sanieren) staatlich gefördert werden können.

Um Gas und Strom nicht zu überhöhten Preisen einzukaufen, sollten die Konditionen der in Frage kommenden Zulieferer verglichen werden.

Haushaltsroboter


Es gibt Arbeiten im Haushalt, die monoton sind und immer wiederkehren. Um Hausmänner und Hausfrauen davon zu entlasten, kann ein Haushaltsroboter  hilfreich sein.

Der Begriff Haushaltsroboter hört sich zunächst einmal abenteuerlich an. Aber genau genommen sind Haushaltsroboter gar nicht so neu. Denn vor vielen Jahren, als Waschmaschinen, Wäschetrockner und Geschirrspüler Einzug hielten in die Haushalte, gab es bereits eine Entsprechung zu den Haushaltsrobotern. Auch damals übernahmen Geräte Hausarbeiten, die vorher von Menschen erledigt wurden.

Die Funktionen, die von Haushaltsrobotern übernommen werden, sind mittlerweile vielfältig. So gibt es inzwischen Exemplare verschiedener Hersteller, die als Staubsaugerroboter Verwendung finden. Staubsaugerroboter werden meistens in Form von Scheiben gebaut und funktionieren ähnlich wie Staubsauger mit Walzen oder Bürsten. Allerdings sind sie in der Lage, eine Wohnung weitestgehend selbständig zu reinigen. Manche Roboter fahren selbständig an ihre Aufladebuchse und entsorgen dort auch den aufgekehrten Schmutz. Wischroboter sind für die Reinigung von Böden ohne Teppichbelag geeignet und können den Boder einsprühen und schrubben.

Sehr verbreitet sind Roboter, die im Garten den Rasen mähen. Rasenmähroboter haben jedoch den Nachteil, daß sie nur eher niedriges Gras mähen können, was dazu führt, daß sie sehr oft eingesetzt werden müssen. Weitere Haushaltsroboter, die für den Einsatz im Garten genutzt werden können, sind der Poolreinigungsroboter und der Dachrinnenreinigungsroboter.

Zu den noch eher seltenen Haushaltsrobotern gehören die Poolroboter. Diese werden in einen Swimmingpool eingesetzt und geben einen lauten Warnton von sich, wenn sich im Wasser starke Wellen bilden, die auf einen Badeunfall hindeuten können. Ein weiterer Haushaltsroboter ist der Fensterputzroboter, der weitestgehend selbständig Fenster putzen kann. Zu beachten ist, daß die Fensterscheibe nicht zu dick sein darf, weil ein Teil des Roboters an der Innenscheibe und der zweite Teil an der Außenscheibe angebracht wird. Bei kleineren Fensterscheiben ist die Zeitersparnis durch den Fensterputzroboter fraglich. Bei größeren Glasflächen, die nur schwer zugänglich sind, ist der Fensterputzroboter eine echte Hilfe im Haushalt.

Weihnachtskaktus


Der Weihnachtskaktus ist eine beliebte Zimmerpflanze, die der Pflanzenfamilie der Kakteengewächse zugeordnet wird. Bei richtiger Pflege kann der Weihnachtskaktus über viele Jahre hinweg seine Blütenpracht in der kalten Jahreszeit entfalten.

Die Blüten beim Weihnachtskaktus können, rot, pink, orange-rot oder auch gelblich aussehen. Damit die Pflanze blüht, braucht sie ab Herbst für die Blütenbildung einen kühlen Standort, an dem sich der Weihnachtskaktus von der vorangegangenen Vegetationsperiode etwas erholen kann. In dieser Phase sollte das Giessen reduziert werden, Düngung ist dann ebenfalls nicht notwendig.

Wenn sich nach einigen Wochen die Blüten bilden, kann der Kaktus langsam an dem für die Blütezeit vorgesehenen Standort untergebracht werden. Der Standort sollte halbschattig oder auch sonnig sein, wobei pralle Sonneneinstrahlung zu vermeiden ist. Wenn bis zur Bildung aller Blüten die Umgebungstemperatur unterhalb der Zimmertemperatur bleibt, kann sich dies vorteilhaft auf die Anzahl der Blüten auswirken. Nun kann die Pflanze auch wieder gedüngt und gegossen werden. Wichtig ist, daß sich keine Staunässe bildet, denn das mag der Weihnachtskaktus überhaupt nicht. Außerdem sollte das Wasser zum Giessen nicht kalkhaltig sein. Das Besprühen mit zimmerwarmem Wasser dagegen ist zu empfehlen, denn auch in seiner südamerikanischen Heimat werden diese Kakteen mit einer höheren Luftfeuchtigkeit konfrontiert. Wenn der Ballen austrocknet oder der Weihnachtskaktus zu oft gegossen wird, kann es vorkommen, daß er einzelne Blätter abwirft. Nach der Blütezeit im Winter sollte der Weihnachtskaktus vorsichtig umgetopft werden, damit die Wurzeln wieder genug Platz im Blumentopf haben. Den Sommer über kann der Weihnachtskaktus an einem windgeschützten Ort im Freien untergebracht werden. Dabei sollte er allerdings nicht im prallen Sonnenlicht stehen, damit die Blätter der Pflanze nicht verbrennen.

Laub harken


Im Herbst kommt es alle Jahre wieder zu vermehrtem Laubfall. Deshalb ist auch im Garten Laub harken angesagt, wenn der Sommer zuende ist und die Blätter fallen .

Es gibt Bereiche im Garten, in denen das Laub nicht stört und sogar nützlich sein kann. Dies ist zum Beispiel unter Gehölzen der Fall, wenn das Laub dort nicht gerade auf eine Rasenfläche fällt. Laub, das unter Gehölzen verrotten kann, bildet zunächst eine Schutzschicht und wird dann nach und nach von Kleinstlebewesen abgebaut, so daß innerhalb weniger Monate von dem Laub nichts mehr übrig bleibt. Es bildet sich eine nährstoffreiche Schicht aus verrotteten Blättern auf der Erde, von der im kommenden Frühjahr die heranwachsenden Pflanzen zehren können. Das herabfallende Laub bleibt – wenn auch in veränderter Form – als Bestandteil eines biologischen Kreislaufs erhalten.

Aber auch wenn herabfallendes Laub nicht an Ort und Stelle liegengelassen wird, kann es sinnvolle Funktionen im Garten übernehmen. Zusammengeharktes Laub, besonders in Verbindung mit Gehölzschnitt, kann Tieren im Garten als Winterschutz dienen. Ebenso gibt es frostempfindliche Gartenpflanzen, die eine dicke schützende Laubschicht als Schutz vor allzuniedrigen Temperaturen gut vertragen.

In Bereichen, in denen herabfallendes Laub eher stört, hilft meistens nur eins: Laub harken. Wenn eine Rasenfläche massiv mit herabfallenden Blättern verdeckt wird, kann sich dies negativ auf den Rasen und dessen Wachstum auswirken. Den Gräsern fehlt es an Licht und sie werden durch die dicke Laubschicht nicht ausreichend mit Wasser versorgt. Deshalb sollten Rasenflächen möglichst von Laub befreit werden. Mit der fächerförmigen Laubharke ist dies auch auf einem großflächigen Rasen mühelos möglich. Als Alternative kann ein Laubsauger zum Einsatz kommen.

Wenn es sich nicht gerade um Laub handelt, das mit Pilzen oder anderen Krankheitserregern befallen ist, kann das Laub auch auf den Komposthaufen geschüttet werden und dort verrotten. Mit Pilzen verunreinigtes Laub, zum Beispiel von Rosenpflanzen oder von Birnenbäumen, die mit Birnengitterrost infiziert wurden, sollte nicht auf dem Kompost entsorgt werden, um im kommenden Jahr keine erneute Infektion herbeizuführen.

Graeser


Das Gartenbuch Gräser von Jaromir Sikula ist unter der ISBN 3 7684 2819 2 im Verlag Werner Dausien erschienen. In dem Bestimmungsbuch für Gartenfreunde und Naturliebhaber werden verschiedene Gräser beschrieben, die für den Garten geeignet sind oder in freier Natur anzutreffen sind.

Zu Beginn des Buches beschreibt der Autor den Bau der Gräser. Anhand verschiedener Zeichnungen werden der Querschnitt durch ein Blatt, verschiedene Fruchttypen, sowie Blüten und Ähren von Gräsern vorgestellt. Dann beschreibt der Autor Entwicklung und Wuchs der Gräser und setzt sich mit den Verbreitungsgebieten auseinander. Besondere Praxisrelevanz für den Hobbygärtner hat das nachfolgende Kapitel über die Anlage und Pflege von Rasenplätzen. Hier erfährt der Leser, welche Grassorten häufig für den Rasen im Garten Verwendung finden und welche Zusammensetzungen der Saatmischungen sich für bestimmte Rasentypen eignen. In diesem Zusammenhang findet auch der Rasen mit überwiegend schattigem Standort Beachtung. Desweiteren wird der Zierrasen und der viel beanspruchte Rasen im Sinne eines Sportrasens genannt. Neben den Tipps zur richtigen Saatmischung und Aussaat erhält der Leser auch Hinweise zur Rasenpflege.

Einen großen Teil des Buches nehmen die Bildtafeln mit einzelnen Gräsern ein. Die unterschiedlichen Grasarten werden dabei nach Gattungen und Art des Blütenstandes sortiert, damit sie leichter auffindbar sind. Zu den über achtzig Grasarten gibt es farbige Abbildungen, so daß der Leser im Garten wachsende Gräser anhand der Bilder zuordnen kann. Außerdem werden die Haupterkennungsmerkmale der jeweiligen Gräser bei vielen Pflanzen im Text näher beschrieben. Dem botanisch interessierten Leser wird so eine Pflanzenbestimmung auch von seltenen, im Wald oder am Wegesrand gefundenen Grassorten, ermöglicht.

An dem Buch über Gräser und deren Bestimmung haben mir besonders die Tipps zum Anlegen und zur Pflege des Rasens gut gefallen.

Ritterstern


Der Ritterstern ist eine großblumige Zimmerpflanze, die zur Weihnachtszeit so manche Fensterbank ziert. Die zwiebeligen Pflanzen gehören zur Familie der Amaryllisgewächse und haben ihre Ursprünge im subtropischen Süd- und Mittelamerika.

Besonders auffällig am Ritterstern ist seine große Blüte, die insensiv rot, rot-weiß oder auch rosa aussehen kann. Durch verschiedene Züchtungen sind diverse Farbvarianten entstanden. Im Handel werden manchmal im November oder Anfang Dezember Zwiebeln des Rittersterns angeboten, bei denen die Blüte noch nicht ausgebildet ist. Die eingetopfte Zwiebel sollte dann nach dem Kauf gleich angegossen, und an einem Ort mit Zimmertemperatur platziert werden. Innerhalb kurzer Zeit erscheint dann mindestens ein Blütenstiel, an dem sich die großblumige Blüte im noch geschlossenen Zustand befindet. Mit etwas Glück treiben auch mehrere Blütenstiele aus. Dabei ist zu beachten, daß beim Austrieb mehrerer Blütenstiele die Kraft der Pflanze auf mehrere Blüten verteilt wird. Wer also eine besonders große Blüte am Ritterstern bevorzugt, wird vielleicht nur einen Blütenstiel samt Knospe ausreifen lassen.

Bei der Pflege des Rittersterns ist außerdem zu beachten, daß die Pflanze keine Staunässe mag. Überschüssiges Gießwasser benötigt daher einen Abfluß an der Topfunterseite, damit es nicht zur Fäulnisbildung kommt. Ein möglichst heller Standort wird vom Ritterstern bevorzugt. Wenn der Ritterstern – meistens erst nach mehreren Wochen Blütezeit bei Zimmertemperatur – verblüht ist, sollte er noch eine Zeit lang weiter regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Bei Temperaturen deutlich oberhalb der Zimmertemperatur verblüht die Pflanze deutlich schneller. Die Blüte sollte nach dem Verblühen entfernt werden, wenn die Pflanze im nächsten Jahr erneut blühen soll. Spätestens im Spätsommer sollte der Ritterstern dann etwas kühler und dunkel untergebracht werden. Vertrocknete Blätter werden jetzt entfernt. Während der Ruhezeit benötigt der Ritterstern kein Wasser. Im November oder Dezember beginnt dann die nächste Wachstumsphase und eine neue Ritterstern-Blüte ziert die Fensterbank.

Essbare Wildpflanzen aus dem Hausgarten


Das Gartenbuch Essbare Wildpflanzen aus dem Hausgarten von Marlies Ortner ist unter der ISBN 978 3 936896 59 6 im Ökobuch Verlag erschienen. In dem Buch werden Elemente des Wildpflanzengartens beschrieben und verschiedene Wildpflanzen porträtiert.

Zu Beginn des Gartenbuches beschreibt die Autorin nach einem Vorwort die Elemente eines Wildpflanzengartens. Hierzu gehören beispielsweise Wildobsthecken, Kräuterbeete, Blumenwiesen und Kletterpflanzengärten. Dem folgt ein Vorschlag zur Flächenaufteilung. Dann werden die einzelnen Elemente des Wildgartens der Reihe nach erläutert. Der Freizeitgärtner erfährt, welche Wildobststräucher für Wildobsthecken geeignet sind und bekommt verschiedene Varianten einer Wildobsthecke vorgestellt. Als weiteres Element im Wildpflanzengarten lernt der Leser dann die Wildobstwiese kennen, die – je nach Gartengröße – aus einer geringen Anzahl von Obstbäumen oder auch einer weiträumigen Obstwiese in größeren Gärten bestehen kann. Die Blumenwiese in Form einer Magerwiese ist ebenfalls Betrachtungsgegenstand des Buches. Dabei geht die Autorin auf ökologische Aspekte ein und gibt praktische Tipps zum Anlegen und zum Bewirtschaften der Blumenwiese. Der Klettergarten, Gemüse- und Kräuterbeete, Trocken- und Feuchtbiotope, sowie Wildblumenbeete als Bestandteile des Wildgartens werden näher vorgestellt. Der Leser bekommt Hinweise zum Platzbedarf und Anbau. Ökologisch interessante Hintergründe zum jeweiligen Gartenelement runden die einzelnen Betrachtungen ab.

Der zweite Teil des Buches über essbare Wildpflanzen aus dem Hausgarten beschäftigt sich mit Pflanzenporträts. Die beschriebenen Wildpflanzen werden dabei einem Gartenelement zugeordnet. Zum jeweiligen Pflanzenporträt werden Verwendungsmöglichkeiten in der Küche genannt und der Wert der Pflanze für die Tierwelt erklärt. Durch die farbigen Abbildungen können auch Gartenneulinge die Wildpflanzen leicht identifizieren.

An dem Gartenbuch über essbare Wildpflanzen aus dem Hausgarten haben mir die Pflanzenporträts von den Wildobstbäumen gut gefallen, weil dort auch weniger bekannte Baumarten und deren Haltungsbedingungen beschrieben werden.

Es gruent so gruen


Das Gartenbuch Es grünt so grün von Ulrike Lindner ist unter der ISBN 3 7919 0508 2 erschienen. Das Buch beschäftigt sich mit Außergewöhnlichem im Nutzgarten.

Zu Beginn des Buches erhält der Hobbygärtner allgemeine Anbauhinweise, die bei Gartenarbeiten im Nutzgarten hilfreich erscheinen. Hierzu gehören Tips zur Düngung, die wichtig für einen nährstoffreichen Boden im Garten sind. Kompostherstellung, Fruchtfolge und Mischkultur werden erklärt. Der Leser wird über verschiedene Düngepläne und Fruchtfolgen informiert und kann diese auf seinen eigenen Garten übertragen. Vorteile der Mischkultur werden beschrieben. Dann wird der Leser mit Spezialanbauverfahren wie Hügelbeet und Hochbeet vertraut gemacht. Die Autorin nennt dabei positive und negative Eigenschaften dieser Anbauverfahren, so daß der Leser für sich selbst eine Entscheidungshilfe bekommt und abschätzen kann, ob Hügelbeet oder Hochbeet im eigenen Garten sinnvolle Alternativen zu konventionellen Anbaumethoden sind. Dann richtet die Autorin das Augenmerk auf Maßnahmen zur Ernteverfrühung. Dabei werden neben dem Frühbeetkasten und dem Gewächshaus vor allem Vlies und Folie betrachtet, deren Anschaffung weniger aufwändig ist.

Desweiteren geht die Autorin auf die Schädlingsbekämpfung ein. Sie beschreibt, wie der Hobbygärtner mit Hilfe von Netzen Gemüse vor Wurmstichen schützen kann und welche Mittel und Maßnahmen für die Schneckenbekämpfung sinnvoll sind. Dazu gehören Bierfallen und Schneckenzäune. Im darauf folgenden Kapitel erhält der Leser Infomationen zu weniger bekannten Obst- und Gemüsorten. Raritäten wie Pastinaken und Schwarzwurzel werden beschrieben. Die Autorin geht außerdem ein auf Blattgemüse wie Mangold und Melde. Ebenso werden Kohl- und Zwiebelarten betrachtet. Zu den Fruchtgemüsesorten, die in dem Gartenbuch eine Rolle spielen, zählen unter anderem Paprika und Zucchini. Seltene Beerenobststräuchen wie Kiwi und Jostabeeren werden ebenfalls näher behandelt im Gartenbuch. Spezielle Baumschnitt-Techniken für Obstbäume sind weiterhin Bestandteil des Buches.

An dem Gartenbuch hat mir besonders die Darstellung der verschiedenen Fruchtgemüsearten gefallen, weil diese in der Küche gut verwertet werden können.

Schefflera


Die Schefflera, auch unter dem Namen Strahlenarelie bekannt, ist eine beliebte Zimmerpflanze. An sonnigen und halbschattigen Standorten im Zimmer zeichnet sich Schefflera durch ein gutes Wachstum aus.

Damit sich die auch als Strahlenarelie bezeichnete Pflanze wohl fühlt, sollte sie keinen zu niedrigen Temperaturen ausgesetzt werden. Auf dem Balkon als Kübelpflanze gehalten, sollte die Schefflera im Herbst umgesiedelt werden, so daß die Umgebungstemperatur dauerhaft nicht unter die Zimmertemperatur absinkt. Das liegt darin begründet, daß die Pflanzen in ihrer ursprünglichen Heimat, in Asien und Australien, eher in gemäßigten Temperaturzonen heranwachsen. Dort werden aus den Araliengewächsen nicht nur handliche Pflanzen, die als Zimmerpflanzen taugen. Vielmehr wachsen dort die Strahlenarelien zu stattlichen Bäumen heran. In „freier Wildbahn“ und in exotischen Gartenanlagen mag dieses Höhenwachstum der Schefflera durchaus wünschenswert sein. Doch was geschieht mit der Strahlenarelie als Zimmerpflanze, wenn sie zu sehr in die Höhe wächst? Zum Glück können Strahlenarelien zurückgeschnitten werden, ohne daß die Pflanze in der Regel Schaden nimmt. Vielmehr wurde schon beobachtet, daß sich die Schefflera, die allzusehr in die Höhe wuchs, nach einem Rückschnitt gut erholte und den Hobbygärtner durch verzweigtes Wachstum und kompakten Wuchs erfreute.

Zur Vermehrung der Schefflera können Stecklinge gewässert werden, wozu aber etwas Geduld erforderlich ist, bis die Stecklinge erste Wurzeln bilden und eingetopft werden können. Der Schefflera wird nachgesagt, daß sie das Raumklima verbessert, indem sie Umweltgifte aus der Raumluft herausfiltert.

Schefflera kommt mit grünen und mit gelbbunten Blättern vor. Für welche Art sich der Pflanzenfreund entscheidet, hängt weitestgehend von persönlichen Präferenzen ab. In manchen Haushalten stellt die Strahlenarelie eine neutrale Beimischung auf der Fensterbank dar. Zwischen bunten Blühpflanzen ist sie ein eher ruhender Pol mit sattgrünen Blättern. Auch Liebhaber von Bonsaipflanzen können im Zusammenhang mit der Strahlenarelie auf ihre Kosten kommen. Inzwischen gibt es die Schefflerapflanze auch als Miniaturausgabe, bei der es nicht zu einem übermäßigen Höhenwachstum in der Wohnstube kommen sollte.

Laubverfaerbung


Im Herbst zeigen sich viele Bäume und Sträucher in bunter Farbenpracht. Die Laubverfärbung bewirkt ein buntes Schauspiel der Blätter, bevor der kalte Winter Einkehr hält.

Dabei gibt es Laubbäume, bei denen die Farben besonders üppig sind. Die vormals sattgrünen Blätter färben sich im September und Oktober gelb und tiefrot. Zu diesen Farbkünstlern unter den belaubten Pflanzen, die den Hobbygärtner Jahr für Jahr begeistern können, zählen beispielsweise Ahorn oder Wilder Wein und Jungfernrebe. In der Neuen Welt, insbesondere in Canada, spricht man vom sogenannten „Indian Summer“. Die Laubverfärbung ist dort zum Tourismusmagneten geworden.

Aber auch in Schleswig-Holstein gibt es viele Regionen, in denen die Laubverfärbung großflächig beobachtet werden kann. Im Segeberger Forst und in den Möllner Wäldern im Naturpark Lauenburgische Seen gibt es ebenfalls sehenswerte Laubverfärbungen.

Die Laubverfärbung kommt dadurch zustande, daß sich die Zusammensetzung der Farbstoffe in den Blättern im Herbst mengenmäßig verändert. Während bis zum Sommer das für die grüne Blattfarbe verantwortliche Chlorophyll überwiegt, gewinnt im Herbst der Farbstoff für gelbe, rote und orange Blattfärbung die Oberhand. Pflanzenfarbstoffe wie Xanthophylle und Karotinoide bewirken, daß die Blätter herbstlich bunt aussehen. Anthocyane schützen zudem das für die Photosynthese wichtige Chlorophyll vor zu starker Sonneneinstrahlung.

Hobbygärtner können sich den Indian Summer in den Garten holen, indem sie gezielt Pflanzen auswählen, deren Blätter eine farbenfrohe herbstliche Verfärbung aufweisen. Zu den Pflanzen mit gelber Blattverfärbung gehört beispielsweise die Birke, die auch auf eher kargen Böden gut wächst. Eine intensive rote Laubverfärbung im Herbst weist der Essigbaum auf. Zu den Ziersträuchern mit interessanter Laubverfärbung gehört die Felsenbirne, die in vielen Gärten einen herbstlichen Blickfang bildet.

Petersilie


Das Küchenkraut Petersilie (petroselinum crispum) hat in vielen Bauerngärten und Küchengärten einen Stammplatz. Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende krautige Pflanze findet in verschiedenen Gerichten Verwendung.

Petersilie kann ab Mai ins Freiland ausgesät werden. Wer seine Petersilienpflanzen schon früher auf der Fensterbank heranziehen möchte, kann diese ab März im Zimmergewächshaus oder in Saatschalen aussäen. Petersilie mag einen hellen bis halbschattigen Standort, jedoch keine pralle Sonne. Die Keimung im Freiland dauert, je nach Außentemperatur, zwischen zwei und fünf Wochen. Um die Pflanzreihen besser zu erkennen, säen manche Hobbygärtner rascher keimende Pflanzen, wie zum Beispiel Radieschen, zwischen die Petersiliepflanzen. Die zweijährigen Pflanzen können eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen. Beim Giessen ist zu beachten, daß die Pflanzen keine Staunässe vertragen. Um geschmackliche Beeinträchtigungen zu vermeiden, sollte man auf Kunstdünger verzichten. Petersilie verfeinert geschmacklich verschiedenste Nahrungsmittel. Sie passt zu Fleisch, Gemüse, Salaten und Eierspeisen. Als Küchenkraut wird die Petersilie nicht nur in der deutschen Küche, sondern auch beispielsweise bei der Zubereitung von türkischen Rezepten gerne genutzt.

Neben der krausen Petersilie gibt es noch die glatte Petersilie und die Wurzelpetersilie, die als Bestandteil des Suppengrüns Verwendung findet. Die glatte Petersilie kann leicht mit der giftigen Hundspetersilie verwechselt werden, die unter anderem gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Übelkeit und Erbrechen beim Menschen bewirkt. Deshalb verwenden einige Hobbygärtner lieber die leichter zu erkennende krause Petersilie. In größeren Mengen genossen wirken Bestandteile der Petersilie harntreibend und können bei schwangeren Frauen Wehen auslösen.

Um ganzjährig Petersilie ernten zu können, bietet sich die Haltung einiger Petersiliepflanzen in Pflanztöpfen auf der Fensterbank an. Außerdem ist es möglich, Petersilie einzufrieren.

Pastinake


Die Pastinake ist ein Gemüse, das mit der Mohrrübe verwandt ist. Pastinaken sind als Wintergemüse eine mögliche Alternative zu den herkömmlichen Gemüsesorten und stellen eine Bereicherung des Speiseplanes dar.

Während Gemüsesorten wie Erbsen, Mohrrüben oder Bohnen altbekannt sind, ist die Pastinake eher eine exotisch anmutende Pflanze, die aber in so manchem Hobbygarten angebaut wird. Viele Mütter kennen die Pastinake als verträgliche Babykost im Glas, die als Säuglingsnahrung angeboten wird. Babys vertragen den Gemüsebrei in der Regel gut, der Nitratgehalt im Pastinakenbrei ist gering und für Babys gut bekömmlich. Doch was verbirgt sich wirklich hinter der Pastinake? Mit der Pastinake als Lebensmittel ist die Wurzel der Pastinake gemeint. Diese Pastinakenwurzel ist von der Farbe her dunkelweiß. Geschmacklich ist sie schwer zu beschreiben. Sie ähnelt zum Teil der Karotte und ist auch würzig-herb.

Als alte Gemüsesorte kann Pastinake auch im Hobbygarten kultiviert werden. Pastinake mag lehmigen Boden, auf dem sie besonders gut gedeiht. Frosteinwirkung ist für Pastinaken eher vorteilhaft, denn dadurch werden die Wurzeln milder und besser im Geschmack. Die zweijährige Pflanze kann eßbare Wurzeln hervorbringen, die mehr als ein Kilo wiegen. Neben dem gesunden Gehalt an Vitamin C, wird der Pastinake außerdem eine harntreibende Wirkung nachgesagt. Ballaststoffe  und gesunde Mineralien sorgen außerdem für das Wohlbefinden, wenn die Pastinake verzehrt wird…

Pastinake wird in der modernen Küche in vielen Variationen verwendet. Als delikate Zutat für Salate kommt Pastinake besonders in fein geschnittener oder geraspelter Form in Frage. Damit es nicht zur Austrocknung kommt, sollte Pastinake am besten trocken und kühl gelagert werden. Für die Pastinake gibt es vielfältige Varianten der Verarbeitung. Hierzu gehört beispielsweise der Babybrei auf Basis der Pastinake, verschiedene Gratins oder auch Pastinake in Verbindung mit Hähnchenbrust oder Lamm. Der Phantasie und dem Erfindungsgeist für Rezepte rund um die Pastinake sind dabei keine Grenzen gesetzt – Hauptsache, es ist gesund und schmeckt.